Gedenktag katholisch: 15. Juli
nicht gebotener Gedenktag im Dominikanerorden: 17. Juli
in Wroclaw: 20. Juli
Name bedeutet: der bekränzte Berühmte (slawisch)
Ceslaus trat er nach 1222 in den Dominikanerorden ein und gründete 1226 in Breslau - dem heutigen Wrocław - das Dominikaner-Kloster St. Adalbert, dessen Prior er wurde. Gesichert ist auch seine Mitwirkung an der Missionsarbeit durch Hedwig in Schlesien.
Legenden des 14. und 15. Jahrhunderts berichten historisch ungesichert oder fälschlich: Graf Ceslaus Odrowaz sei verwandt gewesen mit Hyazinth, vielleicht dessen Bruder. Nach dem Studium von Jura und Theologie in Prag und Bologna wurde er demnach kirchlicher Jurist in Krakau. Dann ernannte ihn sein Onkel, Erzbischof Ivo von Krakau, zum Kanoniker an der Marienkirche in Sandomir - dem heutigen Sandomierz. Zusammen mit seinem Onkel besuchte er um 1218 Rom. Dort blieb er, fasziniert von Dominikus, und wurde von diesem - nach 1222, zusammen mit Hyazinth - in seinen Orden aufgenommen. Dominikus sandte beide als Missionare in ihre Heimat zurück, Ceslaus ging nach Prag und wirkte dort mit großem Erfolg. Schließlich zog er durch Schlesien, um das Evangelium zu verkünden. In Breslau, gründete er das Dominikanerkloster, und wirkte als Missionar in Böhmen, Polen, Pommern und Sachsen. Beim Tatareneinfall verhinderte er 1241 durch sein Gebet auf wundersame Weise die drohende Ausrottung der Bevölkerung von Breslau; vier Menschen habe er nach ihrem Tod wieder auferweckt.
Ceslaus Reliquien liegen seit 1724 in
der nach ihm benannten Kapelle der St. Adalbert-Kirche in Breslau,
die im 2. Weltkrieg wie durch ein Wunder vor der Zerstörung bewahrt wurde.
Er wird als Apostel Schlesiens
und Retter der Breslauer
Burg
bezeichnet. Seit 1963 ist er Patron der Stadt.
Kanonisation:
Ceslaus' Kult wurde von Papst Clemens XI. am 27. Augut 1712 bestätigt.
1963 wurde er zum Patron von Wrocław
ernannt.
Attribute:
brennende Kugeln
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon