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Die Klarissin Caritas Pirckheimer aus einer einflussreichen Familie wurde 1503 Äbtissin im Nürnberger Klara-Kloster. Mit zahlreichen Humanisten stand die hochgebildete Frau in regem Briefwechsel. Sie lehrte ihre Schwestern die Bibel, Theologie und die Schriften der Kirchenväter in Lateinisch und Deutsch.
1529 besuchte Philipp Melanchthon die Äbtissin Caritas, um sie und ihr Kloster für die Reformation zu gewinnen, aber Caritas schloss sich der Neuen Lehre nicht an. Unbeirrt kämpfte sie dann gegen den der Reformation anhängenden Nürnberger Stadtrat, der massiven Druck auf die Schwestern ausübte; ihr guter Ruf und Melanchtons Fürsprache retteten den Fortbestand ihrer Einrichtung; weil aber die Aufnahme von Novizinnen verboten wurde, war deren Ende programmiert.
Nach Caritas' Tod wurde das Kloster wegen Nachwuchsmangel aufgegeben. Caritas' Grab in der St.-Klara-Kirche in Nürnberg wurde 1959 wieder gefunden. Die Akademie der Erzdiözese Bamberg und deren Internationales Jugendzentrum in Nürnberg tragen heute ihren Namen.
Kanonisation:
Der Seligsprechungsprozess ist eingeleitet.
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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