Gedenktag katholisch: 4. Dezember |
Name bedeutet: der Christ (griech. - latein.) |
Missionsbischof, Ordensgründer
* um 1180
† 4. Dezember 1245 in Sulejów
in Polen |
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Christian war Zisterziensermönch,
etwa ab 1206 mit der Mission unter den heidnischen Pruzzen beauftragt, 1215 von
Papst Innozenz III. zum Missionsbischof mit Sitz in Oliva - dem heutigen Stadtteil
Oliwa
in Danzig / Gdansk - geweiht. Die Mission hatte Erfolge, andere Pruzzen aber
waren heidnisch gebliebenen, weshalb dem Bistum - trotz der Unterstützung
durch Kreuzfahrer die Vernichtung drohte.
Deshalb siedelte Christian 1222 in das Kulmer Land - die Gegend um das heutige
Chełmno
- über, wurde dort Territorialherr und gründete 1228 die Ritterbrüder Christi
von Dobrin
- benannt nach der Burg im heutigen Dobrzyń
nad Wisłą -; die Gemeinschaft hatte aber keinen Bestand.
Herzog Konrad von Masowien wandte sich nun mit der Bitte um Unterstützung
an den Deutschen Orden, weil Christian
sich nicht hatte durchsetzen können. 1233 gelang es den heidnischen Pruzzen,
Christian gefangenzunehmen; erst nach fünfjähriger Gefangenschaft kam er wieder
frei. Inzwischen hatte der Deutsche Orden das Land weithin erobert, Christian
wandte sich an den Papst wegen Verletzung seiner Rechte durch den Orden.
Papst Gregor IX. entschied, Preußen in vier Diözesen zu teilen und in
jedem Bistum dem Deutschen Orden zwei, dem Bischof ein Drittel des Besitzes
zu übertragen. Christian wejerte sich, dies anzuerkennen, woraufhin der Papst
ihm die Suspension androhte; Christian zog sich verbittert ins Kloster
Sulejów
zurück.
Überlieferungen zufolge ist Christian in der Elisabethenkirche in Marburg
beigesetzt.
Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.):
Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990