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Christian war Zisterziensermönch,
etwa ab 1206 mit der Mission unter den heidnischen Pruzzen beauftragt, 1215 von
Papst Innozenz III. zum Missionsbischof mit Sitz in Oliva - dem heutigen Stadtteil
Oliwa
in Danzig / Gdansk - geweiht. Die Mission hatte Erfolge, andere Pruzzen aber
waren heidnisch gebliebenen, weshalb dem Bistum - trotz der Unterstützung
durch Kreuzfahrer die Vernichtung drohte.
Deshalb siedelte Christian 1222 in das Kulmer Land - die Gegend um das heutige
Chełmno
- über, wurde dort Territorialherr und gründete 1228 die Ritterbrüder Christi
von Dobrin
- benannt nach der Burg im heutigen Dobrzyń
nad Wisłą -; die Gemeinschaft hatte aber keinen Bestand.
Herzog Konrad von Masowien wandte sich nun mit der Bitte um Unterstützung an den Deutschen Orden, weil Christian sich nicht hatte durchsetzen können. 1233 gelang es den heidnischen Pruzzen, Christian gefangenzunehmen; erst nach fünfjähriger Gefangenschaft kam er wieder frei. Inzwischen hatte der Deutsche Orden das Land weithin erobert, Christian wandte sich an den Papst wegen Verletzung seiner Rechte durch den Orden. Papst Gregor IX. entschied, Preußen in vier Diözesen zu teilen und in jedem Bistum dem Deutschen Orden zwei, dem Bischof ein Drittel des Besitzes zu übertragen. Christian wejerte sich, dies anzuerkennen, woraufhin der Papst ihm die Suspension androhte; Christian zog sich verbittert ins Kloster Sulejów zurück.
Überlieferungen zufolge ist Christian in der Elisabethenkirche in Marburg beigesetzt.