die Wunderbare
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Christina war der Überlieferung nach ein armes Waisenkind und lebte als Hirtin. Um 1182 veränderte
eine Jenseitsvision ihr Leben, sie führte nun ein asketisches Leben als Büßerin,
setzte sich in Feuer, Eiswasser, flocht sich aufs Rad, ließ sich über Mühlräder
treiben und ertrug weitere Qualen mit größten Schmerzen, doch ohne leiblichen
Schaden zu nehmen. Sie hatte mystische Erfahrungen wie Ekstasen, Tele-Visionen
und war mit der Gabe der Herzensschau und der Prophezeiung ausgestattet, weshalb
sie Ratgeberin des Grafen Ludwig von Loo und der Benediktinerinnen
in Sint-Truiden
wurde. In deren Kloster lebte sie zuletzt, ohne Ordensfrau geworden zu sein als
Halbreligiöse
und Büßerin; dort starb sie.
Schon 1215 erwähnte Jakonin von Vitry in seiner Lebensgeschichte der Maria von Oignies Christinas Wundertaten. Nach 1232 verfasste Thomas von Cantimpré die Lebensgeschichte der wohl eigenartigsten Mystikerin des Mittelalters, deren Darstellung durch die Theologie von Wilhelm von Saint-Thierry beeinflusst wurde: demnach war Christina 1172 gestorben, aber nach einer Reise durch drei Orte im Jenseits wieder ins Erdenleben zurückgekehrt. An diesem Beispiel konnte die kurz zuvor von der Kirche festgestellte Lehre vom Fegefeuer erläutert werden: Christina durchlitt nun dieselben Schmerzen wie die armen Seelen im Fegefeuer, um so derer fürbittend zu gedenken.
Offenbar gab es trotz ihre mystischen Erlebnisse nach Christinas Tod keine Verehrung. Heinrich von Mechelen versuchte Ende des 13. Jahrhunderts eine rationale Erklärung von Christinas Erfahrungen durch astrologische Deutungen.
Patronin
der Sünder; gegen Infektionskrankheiten und Viehseuchen; in verzweifelten Lagen;
für einen sanften Tod
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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