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Claudius, Castorius, Nicostratus
und Symphorianus, die vier
Gekrönten
, wurden der Legende nach unter Kaiser Diokletian gemartert, indem man
ihnen Ringe mit scharfen Spitzen in den Kopf schlug, weil sie sich in den
Steinbrüchen Pannoniens weigerten,
Götzenbilder zu meißeln. Berichtet wird vom Martyrium in einem Kessel mit kochender
Flüssigkeit, der Marter mit Skorpionen und von ihrer Versenkung im Meer.
Niccolò di Pietro Gerini (1368 - 1415): Die Hinrichtung der vier Gekrönten
,
Museum of Art in Birmingham
in Alabama / USA ![]()
== Simplicianus soll durch sie bekehrt worden sein. Die aus dem Wasser
gezogenen Leichname sollen in Rom in der Katakombe
von Marcellinus und Petrus an der Via Labicana bestattet und
von da in die Kirche SS.
Quattro Coronati, der vier Gekrönten
, überführt worden sein.
Als Gruppe Quattuor Coronati
wurden Märtyrer ab Mitte des 6. Jahrhunderts
in Rom
verehrt. Ab Mitte des 7. Jahrhunderts werden die vier Namen genannt, wobei ein
Verzeichnis noch Simplicianus hinzufügt. Ihre erste Verehrungsstätte in der
Katakombe
von Marcellinus und Petrus wurde wohl im 4. Jahrhundert angelegt und im 6. oder
7. Jahrhundert erneuert.
Die Namen der vier Märtyrer, zusätzlich der eines Victorinus, werden auch in den Akten des Sebastian in der 1. Hälfte des 5. Jahrhunderts genannt; hier wird ihr Ertränken im Meer berichtet, weil es offenbar keine Reliquien gab. Die um 500 zu datierende Leidensgeschichte des Steuerbeamten Porphyrius berichtet ihr Martyrium in Sirmium - dem heutigen Sremska Mitrovica in Serbien. Im 6. Jahrhundert wurde versucht, diese Überlieferung mit der römischen zu vereinen: Papst Miltiades habe angeordnet, vier namentlich unbekannte Offiziere aus der Katakombe von Marcellinus und Petrus unter diesen Namen zu verehren.
Weil die Überlieferung so viele Unsicherheiten brgt, wurden die Quattuor
Coronati
1969 aus dem römischen Festkalender gestrichen, aber 2001/2004 wieder
ins Martyrologium aufgenommen.
Attribute:
Säule
Patron
der Steinhauer, Bildhauer und Marmorarbeiter; der Bauhütten; des Viehs
Martyrologium Romanum Flori-Legium
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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