Ökumenisches Heiligenlexikon

Columba von Rieti
italienisch: Colomba
Taufname: Angela
auch: Angelella

Gedenktag katholisch: 20. Mai
     nicht gebotener Gedenktag im Dominikanerorden: 21. Mai
Name bedeutet: die Taube (latein.)
Priorin in Perugia, Mystikerin
* 2. Februar 1467 in Rieti in Umbrien in Italien
† 20. Mai 1501 in Perugia in Italien
Kartenskizze

Andachtsbild

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Angela Guardagnoli, Tochter einer armen Familie, musste schon mit 12 Jahren ihren Lebensunterhalt selbst besorgen. Sie verehrte Maria und machte die EucharistieEucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. zum Mittelpunkt ihres Lebens. Im Alter von 19 Jahren schloss sie sich dem Dritten Orden der Dominkanerinnen in ihrer Heimatstadt an und nahm den Ordensnamen Colomba an. 1488 ging Colomba nach Perugia und sammelte um sich Frauen, die ein strenges Leben im Geiste der Katharina von Siena führten, um sich damit deutlich von der Unmoral und religiösen Gleichgültigkeit ihrer Zeit zu unterscheiden; Herzog Ercole I. von Ferrara bewunderte und unterstützte Colomba und richtete für sie und ihre Gefährtinnen 1490 in Perugia den neuen Konvent St. Katharina ein. Trotz ihrer Jugend wurde Colomba zur Priorin gewählt.

1494 wurde Perugia vom Städtekrieg heimgesucht; Colomba bot sich als Geisel an, um die Stadt von der Plage zu befreien, und schlug vor, die Stadt der Katharina zu weihen. Colomba wurde gefoltert, den schließlich erreichten Frieden schrieb man der Frömmigkeit der Stadt und ihrer Fürbitte zu. Colomba wurde - möglicherweise durch Lucrezia Borgia - in Rom verleumdet, sie habe ihre Unschuld hingegeben, deshalb verlor sie ihr Amt als Priorin; nach einigen Monaten stellte sich ihre Unschuld heraus und sie wurde rehabilitiert. Auch wurde ihr vorgeworfen, sie habe öffentlich gepredigt, was für Frauen und Nicht-Priester nicht zugelassen war. Papst Alexander VI. besuchte die inzwischen im Ruf der Heiligkeit stehende Colomba 1499; zu seinen Füßen erlebte Colomba wunderbare Visionen.

Colomba erhielt ob ihrer Glaubenstreue den Beinamen die zweite Katharina. Ihr Kloster in wurde 1870 aufgelöst.

Catholic Encyclopedia





Quellen:

• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994


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