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Angela Guardagnoli, Tochter einer armen Familie, musste schon mit 12 Jahren ihren Lebensunterhalt selbst besorgen. Sie verehrte Maria und machte die EucharistieEucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. zum Mittelpunkt ihres Lebens. Im Alter von 19 Jahren schloss sie sich dem Dritten Orden der Dominkanerinnen in ihrer Heimatstadt an und nahm den Ordensnamen Colomba an. 1488 ging Colomba nach Perugia und sammelte um sich Frauen, die ein strenges Leben im Geiste der Katharina von Siena führten, um sich damit deutlich von der Unmoral und religiösen Gleichgültigkeit ihrer Zeit zu unterscheiden; Herzog Ercole I. von Ferrara bewunderte und unterstützte Colomba und richtete für sie und ihre Gefährtinnen 1490 in Perugia den neuen Konvent St. Katharina ein. Trotz ihrer Jugend wurde Colomba zur Priorin gewählt.
ehemaliges Kloster der Colomba an der Via Giuseppe Garibaldi in Perugia
1494 wurde Perugia vom Städtekrieg heimgesucht; Colomba bot sich als Geisel an, um die Stadt von der Plage zu befreien, und schlug vor, die Stadt der Katharina zu weihen. Colomba wurde gefoltert, den schließlich erreichten Frieden schrieb man der Frömmigkeit der Stadt und ihrer Fürbitte zu. Colomba wurde - möglicherweise durch Lucrezia Borgia - in Rom verleumdet, sie habe ihre Unschuld hingegeben, deshalb verlor sie ihr Amt als Priorin; nach einigen Monaten stellte sich ihre Unschuld heraus und sie wurde rehabilitiert. Auch wurde ihr vorgeworfen, sie habe öffentlich gepredigt, was für Frauen und Nicht-Priester nicht zugelassen war. Papst Alexander VI. besuchte die inzwischen im Ruf der Heiligkeit stehende Colomba 1499; zu seinen Füßen erlebte Colomba wunderbare Visionen.
Colomba erhielt ob ihrer Glaubenstreue den Beinamen die zweite Katharina
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Ihr Kloster
in wurde 1870 aufgelöst.
Dominikanerkirche
und -kloster in Rieti ![]()
Altarfront in der Kirche
S. Domenico in Perugia ![]()
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