Ökumenisches Heiligenlexikon

Daria

Gedenktag katholisch: 25. Oktober
Gedenktag orthodox: 19. März
Gedenktag armenisch: 17. Oktober
Name bedeutet: die Mächtige (altpers. - griech.)
Märtyrerin
* in Ägypten
† um 304 in Rom
Kartenskizze Kartenskizze

Russische Ikone: Daria (links), Conon der Gärtner, Basilius der Große, Maria von Ägypten und Synkletike, darüber der segnende Christus, 19. Jahrhundert

Russische Ikone: Daria (links), Conon der Gärtner, Basilius der Große, Maria von Ägypten und Synkletike, darüber der segnende Christus, 19. Jahrhundert   

Daria war eine weise, der Göttin Vesta geweihte Jungfrau. Sie wurde beauftragt, Chrysanthius, der zum Unwillen seines Vaters Christ geworden war, wieder zum alten Glauben zurückzuführen. Ein gelehrtes Streitgespräch der beiden endete aber mit Darias Bekehrung und dem Entschluss, zwar zu Chrysanthius' Vaters Wohlgefallen eine Ehe zu schließen, sich aber Keuschheit zu geloben.

Sie sollen dann nach Rom gegangen sein. Ihre gemeinsamen Predigten und Bekehrungen veranlassten einen Christen verfolgenden Fürsten, Chrysanthius in ein stinkendes Gefängnis zu werfen, das sich alsbald mit Wohlgeruch erfüllte, Daria aber in ein Dirnenhaus zu verschleppen. Ein aus dem Zwinger des Fürsten ausgebrochener Löwe beschützte Daria; er packte einen Jüngling, der sich Daria begehrlich nahen wollte, und legte ihn ihr zu Füßen; den Dienern, die sie greifen sollten, ging es ebenso, unbeschädigt standen sie auf und bekehrten sich. Da ließ der Fürst ein großes Feuer machen, um Chrysanthius und Daria mitsamt dem Löwen zu verbrenncn, aber Daria gebot dem Löwen, davonzugehen und keinem Menschen mehr ein Leid anzutun. Als das Feuer Chrysanthius und Daria nichts anhaben konnte, wurden beide in eine Grube geworfen und mit Sand und Steinen zugeschüttet, um den Tod durch Ersticken zu erleiden.

Als Ort des Martyriums von Daria und Chrysanthius wird auch Narbonne und als Zeit um 285 genannt. In Rom gab es im 7. Jahrhunderte eine den beiden gewidmete Kirche. Reliquien kamen 844 nach Prüm, 848 nach Münstereifel, weitere sind in Wien, Salzburg, Neapel und Reggio Emilia.

Attribute: mit Blumenkranz im Haar, mit Löwe
Patronin der Richter

Catholic Encyclopedia

Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984



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