Ökumenisches Heiligenlexikon

Dasius

Gedenktag katholisch: 20. November

Name bedeutet: aus der römischen Provinz Dacien stammend

Märtyrer
† 304 (?) in Durostorum in Mösien, heute Silistra in Bulgarien

Dasius war Soldat in der Armee der Kaiser Diokletian und Maximian in Durostorum - dem heutigen Silistra. Er weigerte sich, beim Fest zu Ehren des Gottes Kronos den König zu spielen, deshalb wurde er gefangen genommen, verhört, verurteilt und enthauptet.

In seiner zwischen 325 und 579 entstandenen Leidensgeschichte zeigt sich beispielhaft der Kampf des Christentums gegen heidnische Bräuche.

Nachdem die Awaren Durostorum eingenommen hatten, wurden Dasius' Gebeine nach Ancona überführt, wo sie in einem Marmorsarg - heute im Diözesanmuseum neben der Kathedrale - verwahrt werden.

Im Martyrologium des Hieronymus wird Dasius auch unter den Namen Bassus, Dassus, Taxius oder Dasus aufgeführt und an verschiedenen Orten mit verschiedenen Gedenktagen verzeichnet, so für Heraklia - das heutige Irakleia in Griechenland - auch am 5. August und 21. Dezember, für Axiopolis in Mösien - das heutige Cernavodă - am 20. Oktober und für Puteoli - das heutige Pozzuoli.


Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990
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