Ökumenisches Heiligenlexikon

David von Thessaloniki

Gedenktag katholisch: 26. Juni

Gedenktag orthodox: 26. Juni

Name bedeutet: der Geliebte (hebr.)

Einsiedler, Säulensteher
* um 450 in Mesopotamien
† vor 535

Kartenskizze

Russische Ikone

Russische Ikone

David kam um 500 nach Thessaloniki und verbrachte drei Jahre in harter Askese als Säulensteher auf einem Mandelbaum. Er lehrte die Menschen, ermahnte sie und erfreute sie durch seine Worte. Dann ging er ins Kloster Kukulleoton in Thessaloniki. Auf Bitten von Erzbischof Dorotheus bat er Kaiser Justinian I. um Verlegung der Präfektur von Sirmium - dem heutigen Sremska Mitrovica - nach Thessaloniki.

In David vereinigten sich äußerste Askese mit eindrücklicher Liebenswürdigkeit und politischem Einfluss. Davids Lebensgeschichte verfasste ein Biograf um 720, von Joseph dem Hymnenschreiber stammt der Kanon seiner Akoluthie, in dem er als neuer David gepriesen wird, der die Anfechtungen des Fleisches wie einen anderen Goliath bezwungen habe. Davids Reliquien liegen seit dem 13. Jahrhundert in Pavia.

Attribute: mit langen Haaren, Bart bis zu den Füssen
Patron von Thessaloniki

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon


Quellen:
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. XIV, Herzberg 1998
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