Ökumenisches Heiligenlexikon

Deochar

auch: Deocar, Deotker, Dietger, Theotgar

Gedenktag katholisch: 7. Juni
Diözesankalender Eichstätt für die Pfarrei Herrieden

Name bedeutet: der von Gott Geliebte (latein.)

Einsiedler, Klostergründer, Abt in Herrieden
† um 832


Deochar war Einsiedler in Hasareoda - dem heutigen Herrieden - bei Ansbach, und gründete dort 795 ein Benediktinerkloster, dessen Abt er wurde. Seit 802 Königsbote, war er 819 an der Übertragung der Gebeine des Bonifatius nach Fulda beteiligt. Er nahm 829 an der SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Mainz teil.

Seine letzte Ruhestätte erhielt Deochar in einem Schrein in der Stiftskirche St. Vitus und St. Deocar in Herrieden; ein Teil seiner Reliquien wurde 1316 in die nach ihm benannte Kapelle in St. Lorenz nach Nürnberg übertragen, 1845 kamen sie nach Eichstätt.

Patron der Blinden und Augenkranken

Hochgrab, 1482, in der Blasisuskapelle der Stiftsbasilika St. Vitus und St. Deocar in Herrieden

Hochgrab, 1482, in der Blasisuskapelle der Stiftsbasilika St. Vitus und St. Deocar in Herrieden

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 12.11.2014
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Joachim Schäfer: Artikel

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• http://www.catholic-forum.com/saints/saintd2h.htm
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