Ökumenisches Heiligenlexikon

Didacus (Didactus, Diégo) von Alcalá

Gedenktag katholisch: 12. November
     gebotener Gedenktag im Franziskanerorden: 13. November
Name bedeutet: der Gelehrte (griech. - span.)
Laienbruder, Mystiker
* um 1400 in San Nicolás del Puerto in Andalusien in Spanien
† 12. November 1463 in Alcalá de Henares bei Madrid in Spanien
Kartenskizze

Kartenskizze

Didacus, Sohn einer armen Familie, führte schon in seiner Jugend ein Leben als Einsiedler nahe der Kirche S. Nicolás in seinem Heimatort. Dann trat er als Laienbruder in Arizafe bei Córdoba in den Franziskanerorden ein. 1441 wurde er mit der Missionsarbeit auf den Kanarischen Inseln beauftragt, ab 1446 war er Superior des Konvents auf Fuerteventura. Er verteidigte die Einheimischen gegenüber der Raffgier der spanischen Conquistadores. 1449 kehrte er in seine Heimat zurück, 1450 ging er zum Jubeljahr und der Kanonisation von Bernhardin von Siena nach Rom, wo er dann im Kloster bei S. Maria d'Ara Coeli in der Krankenpflege aufopferungsvoll wirkte. Die letzten Lebensjahre verbrachte er wieder in Spanien in verschiedenen Klöstern.

Didacus werden glühende Verehrung des Leidens Christi, fanatische Bußstrenge und große Hilfsbereitschaft zugeschrieben. Legenden berichten die Rettung eines Kindes aus einem Ofen, die Heilung eines blinden Knaben mit heiligem Öl und die Engelsküche, wo Engel für ihn das Kochen in der Klosterküche besorgten, während er in Ekstase betete.

Kanonisation: Didacus' Heiligsprechung erfolgte 1588 auf Betreiben von König Philipp II. von Spanien.

Martyrologium Romanum Flori-Legium

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Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000


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