Gedenktag katholisch: 22. Januar
Name bedeutet: dem Herrn gehörend (latein.)
Bergdorf am Colfornaro bei Capodacqua

Dominikus war Oblate, legte dann im Kloster S. Maria di Pietrademone die Gelübde als Benediktiner ab und wurde zum Priester geweiht. Er lebte dann als Einsiedler in Villalago bei Cocullo in den Abruzzen und im Landstrich Latium (Lazio) und gründete mehrere Gemeinschaften von Einsiedlern. In Trisulti - im heutigen Collepardo - gründete er das Kloster S. Bartolomeo, das bald zum Mittelpunkt lokaler Frömmigkeit wurde und die besondere Förderung von Papst Johannes XVIII. erfuhr. Seine bedeutendste Gründung, das Kloster S. Maria in Sora, entwickelte sich zu einem Zentrum umfassender Seelsorge durch die Gründung von Kirchen und Oratorien auf dem flachen Land. Die von ihm gegründeten Klöster und Gemeinschaften wurden beispielhaft für eine Reform seines Ordens. Auch sein Wirken für die Bevölkerung im Kampf gegen Krankheiten, Unwetter und wilde Tiere machten ihn bekannt.
Dominikus-Statue beim Schlangenfest in Cocullo
Legenden berichten, Dominikus habe einen Drachen getötet, was ihm den Ruf des
Schützers gegen bedrohliche Tiere, v. a. gegen Schlangen, eintrug. Noch heute
wird er v.a in Umbrien,
im südlichen Latium
(Lazio), in Kampanien
und in den Abruzzen
sehr verehrt. In Cocullo
in den Abruzzen wird bis heute am ersten Donnerstag im Mai das Schlangenfest
zu seinen Ehren gefeiert. Ein alter heidnischer Brauch der Etrusker, die einen
Feldumgang mit Schlangen zu Ehren der Fruchtbarkeitsgöttin Angizia feierten,
wurde christianisert. Heute werden vor dem Fest wilde Schlangen gefangen, um die
Statue von Dominikus gehängt und mit ihm zur Prozession auf die Felder getragen
mit der Bitte um Schutz vor Schlangen und Fruchtbarkeit des Bodens. Die besten
Schlangenfänger werden mit Preisen ausgezeichnet.
Patron
gegen Fieber, Schlangen- und Hundebisse
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon