Ökumenisches Heiligenlexikon

Eberhard von Berg

Gedenktag katholisch: 22. Juli

Name bedeutet: stark wie ein Eber (althochdt.)

Abt in Asolveroth bei Georgenthal
† zwischen 1145 und 1152

Kartenskizze Kartenskizze

Gründungsurkunde des Klosters Asolveroth vom 20. März 1143, im Staatsarchiv in Gotha

Gründungsurkunde des Klosters Asolveroth vom 20. März 1143, im Staatsarchiv in Gotha

Eberhard, Graf von Berg, wurde 1129 Mönch im Zisterzienserkloster Morimond im heutigen Fresnoy-en-Bassigny. Er bewog seinen Bruder, dem Orden 1133 auch das von der Familie gestiftete Kloster in Altenberg - heute zu Odenthal gehörend - zu übertragen. Um 1140 stiftete sein Schwager, Graf Sizzo III. von Käfernburg als Familienkloster zunächst das Bergkloster Asolveroth auf dem St. Georgsberg oberhalb des Ortsteiles Altenbergen bei Gotha, das 1143 als 17. Tochterkloster mit Zisterziensermönchen direkt aus Morimond besetzt wurde. Mit diesem Klosterbau schuf Sizzo III. ein Grenzbollwerk gegen ein weiteres Vordringen der Thüringer Landgrafen und sicherte sich somit die durch dieses Gebiet verlaufende uralte Handelsstraße, die Straße von Asolveroth, die am Südhang des St. Georgsberges die Erff mit einer Furt überquerte. Die Gründung erfolgte also auch aus politischen Erwägungen als Antwort auf das von den Thüringer Landgrafen in Reinhardsbrunn gegründete Benediktinerkloster, um den Einfluss des Geschlechts der Käfernburger zu wahren.

Eberhard wurde der erste Abt dieses Klosters Asolveroth, das dann wohl vor 1189 ins nahegelegene Georgenthal verlegt wurde.

In der Reformation wurde das Kloster Georgenthal 1531 aufgehoben.

Detaillierte Forschungen und umfangreiche Ausgrabungen zum Bergkloster Asolveroth hat der Lehrer Roland Scharff seit 1962 vorgenommen und in der gemeinsam mit V. Pöschel verfassten Schrift Grabungsergebnisse vom St. Georgsberg dokumentiert.





Quellen:

• http://www.thueringen.de/schloesser/l12.htm
• Roland Scharff, E-Mail vom 11. März 2011
• http://www.efodon.de/html/archiv/geschichte/weitere/2011%20Scharff%20-%20St.%20Georgsberg.pdf
• http://de.wikipedia.org/wiki/Georgenthal