Ökumenisches Heiligenlexikon

Edigna von Puch

Gedenktag katholisch: 26. Februar

Name bedeutet: die um Besitz Kämpfende (angelsächs. - latein.)

Einsiedlerin
* in Frankreich (?)
† 26. Februar 1109 in Puch, heute Orsteil von Fürstenfeldbruck in Bayern

Kartenskizze

Legenden nennen Edigna eine Tochter Heinrichs I. oder Philipps I. von Frankreich. Gegen ihren Willen zur Heirat gedrängt, floh sie demnach als Pilgerin auf einem Ochsenkarren nach Bayern; ein Hahn habe sie auf der Flucht begleitet und gekräht, als sie in Puch die Flucht beenden sollte. Dort lebte sie dann 35 Jahre lang in einer hohlen Linde bei einer kleinen Kirche, bis sie starb. Sie lehrte die Bewohner lesen und schreiben, brachte ihnen den Glauben nahe und half ihnen bei Sorgen mit dem Vieh.

Edigna starb, vom Volk hoch geehrt. Ihre Reliquien liegen in einem Glasschrein am linken Altar in der Kirche in Puch.

Eine alte, 1000-jährige Linde auf dem Friedhof in Puch soll die der Edigna gewesen sein. Alle 10 Jahre wird in Puch von Laien das Edigna-Spiel aufgeführt.

Attribute: auf Ochsenkarren, in Linde
Patronin gegen Viehseuchen und Diebstahl


Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. XVI, Herzberg 1999
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