Ökumenisches Heiligenlexikon

Eleutherius

Gedenktag katholisch: 26. Mai

Name bedeutet: der Befreier (griech. - latein.)

Bischof von Rom
* in Nikopolis, heute Ruinen bei Nikopoli in Griechenland
† 189 in Rom

Kartenskizze

Statue an der Kollegiatskirche San Leonardo in Cupramontana bei Ancona

Statue an der Kollegiatskirche San Leonardo in Cupramontana bei Ancona

Eleutherius war Diakon beim römischen Bischof Anicetus. Nach dem Tod von Bischof Soter wurde er dessen Nachfolger als Bischof von Rom etwa ab 174 bis zu seinem Tod. Um 184 kam die Christin Marcia an den Kaiserhof von Commodus und hatte auf diesen großen Einfluss, wodurch Eleutherius unbeeinträchtigt von der Staatsgewalt blieb. Er bekämpfte den Montanismus. Irenäus - damals noch Presbyter seiner Gemeinde Lyon - überbrachte Eleutherius 177 ein Schreiben der Gemeinden von Vienne und Lyon, mit dem sie diesen um friedliche Verständigung mit dem Montanismus baten.

Unhaltbar ist die Überlieferung aus dem Liber Pontificalis, dem Buch der Päpste aus dem 6. Jahrhundert, wonach Eleutherius den britischen König Lucius zum Christentum bekehrte. Ebenso unhistorisch ist die Mitteilung aus der Historia Regum Britanniae des Galfried von Monmouth aus dem 12. Jahrhundert, wonach er zwei Missionare nach Britannien gesandt habe, die dort drei Erzbistümer und 28 Bistümer errichteten.

Das Liber Pontificalis, das Papstbuch aus dem 6. Jahrhundert berichtet von Eleutherius' Beziehungen zum britischen König Lucius, der den Wunsch hegte, sich taufen zu lassen. Diese Legende hat offenbar keine historische Basis.

Catholic Encyclopedia


Quellen:

• http://www.geocities.com/CapeCanaveral/Campus/5589/papst01.htm
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990
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