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Elisabeth trat im Alter von 12 Jahren ins Benediktinerdoppelkloster
Schönau in Strüth
ein. Sie war schon als Kind kränklich, wurde dennoch in jungen Jahren Äbtissin.
Tiefe Schwermut beschwerten ihr Leben zusätzlich. Ab 1152 wurden ihr zahlreiche
Visionen und Gnadenbeweise zuteil. So konnte sie dereinst fließend lateinisch
sprechen, ohne die Sprache je erlernt zu haben. Die von ihrem Bruder Egbert - er
war Abt im Männerkloster von Schönau - erstellten Niederschriften ihrer
mystischen Erlebnisse waren im Mittelalter weit verbreitet, besonders ihre
Visionen über Ursula und
deren Gefährtinnen und die Sammlung der Offenbarungen, das Buch der Gotteswege
,
auch wenn sie nie offiziell anerkannt wurden. Im Mittelalter war Elisabeth wesentlich
bekannter als Hildegard von Bingen.
1157 wurde sie Oberin des Frauenkonvents im Kloster Schönau.
Elisabeth-Altar mit dem Reliquiar, in dem Schädeldecke Elisabeths aufbewahrt
wird, in der Klosterkirche Sankt Florin im Kloster Schönau in Strüth
im Taunus ![]()
Elisabeths Reliquien befinden sich in der Klosterkirche Schönau in Strüth. Die Benediktinerabtei selbst wurde 1803 im Zuge der Säkularisierung aufgelöst.
Kanonisation:
Elisabeth wurde 1584 heilig gesprochen.
Eine Übertragung der erhaltenen
Schriften hat Peter Dinzelbacher erstellt mit dem Titel
Die
Werke der heiligen Elisabeth von Schönau, begleitet von einem Sachkommentar,
der die religiöse Welt der jungen Benediktinerin zugänglich macht.
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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