Ökumenisches Heiligenlexikon

Ellinger von Tegernsee

Gedenktag katholisch: 13. Mai

Abt in Tegernsee
* in Bayern (?)
† 13. Mai 1056 in Tegernsee in Bayern

Kartenskizze

Ellinger erhielt seine Ausbildung im Benediktinerkloster Tegernsee, dort wurde er Mönch und 1017 Abt. Er führte das Kloster zu großer künstlerischer und wissenschaftlicher Blüte. 1026 musste er abdanken, da Mönche seinen Reformversuchen widerstanden. Nach sechs Jahren wurde er durch Godehard von Hildesheim wieder in das Amt eingesetzt; er wirkte nun v.a. an der Reform des Klosters in Benediktbeuren, was wieder Widerstände beim KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. hervorrief. Bischof Nizzo von Freising setzte ihn deshalb 1042 - ohne Angabe von Gründen - wieder ab. Ellinger wurde ins Kloster Niederaltaich verbannt, wo er weiter kunstvolle Handschriften fertigte und als Buchmaler und Freskenmaler tätig war. Die letzten Lebensjahre konnte er ohne Amt wieder in Tegernsee verbringen.

Von Ellinger beschriebene und bemalte Seite aus einer Sammlung mit Texten von Beda „Venerabilis”

Von Ellinger beschriebene und bemalte Seite aus einer Sammlung mit Texten von Beda „Venerabilis”

1218 wurden Ellingers Gebeine erhoben und auf den Vitusaltar in die Abteikirche in Tegernsee übertragen.


Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. XVI, Herzberg 1999
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