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Imma-Fenster: Erzbischof Heribert II. übergibt Emma die Erlaubnis zum Bau ihrer
Kirche, im Hintergrund Kunigunde
und Kaiser Heinrich II..
Glasfenster in der katholischen Wallfahrtskirche in Stiepel
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Emma war eine Schwester des Bischofs Meinwerk von Paderborn und Tochter eines hochadeligen Grafen in Sachsen. Sie heiratete Liudger, einen Sohn des sächsischen Herzogs Hermann Billung. 1001 wurde dem Paar von Kaiser Otto III. der Königshof in Stiepel geschenkt. Emma bemühte sich daraufhin um die Gründung einer Eigenkirche in Stiepel, doch der Kölner Erzbischof wollte dies verhindern und das Gut unter seinem Einfluss halten. Durch Vermittlung von Kaiserin Kunigunde konnte Emma Kaiser Heinrich II. zur Fürsprache bewegen - mit beiden war sie auch verwandt. Erzbischof Heribert II. erteilte dann 1008 Emma die Erlaubnis zum Bau ihrer Kirche zu Ehren der Maria. Schnell entwickelte sich Stiepel zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort.
Nach dem frühen Tod ihres Gemahls im Jahr 1011 zog sich Emma nach Lesum - dem heutigen Stadtteil Burglesum von Bremen - zurück. Dem Dom zu Bremen, wo Unwan - auch einer ihrer Verwandten - Erzbischof war, machte sie reiche Stiftungen, dem Domkapitel schenkte sie auch ihr Eigengut samt Kirche in Stiepel. Ihre Fürsorge galt aber besonders den Armen.
Emmas Grab ist im Dom in Bremen.
Schon bald wurde sie als Heilige verehrt. In der Reformationszeit wurde die
Kirche evangelisch und die Wallfahrt aufgehoben. An Fronleichnam
1920 wurde das Gnadenbild der Schmerzhaften
Mutter von Stiepel
nach einer langen Odyssee in die heutige Wallfahrtskirche St. Marien übertragen.
Seitdem erfreut sich der Ort wieder eines regen Wallfahrtsbetriebes. Seit 1988
betreuen Zisterziensermönche die
Wallfahrt zur Schmerzhaften Mutter
; 1990 wurde ein eigenes neues Kloster für
sie gebaut.
Von
Emmas Großzügigkeit berichtet die Sage
von Emma als Spenderin der Bremer Bürgerweide.
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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