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Hubert Unzeitig schloss sich im Alter von 17 Jahren der Gemeinschaft der
Mariannhiller Missionare in Reimlingen
bei Augsburg an und erhielt den Ordensnamen Engelmar. Nach dem Studium der
Theologie und Philosophie in Würzburg
wurde er 1939 zum Priester geweiht und Pfarrer in Glöckelberg bei Krummau - dem
heutigen Český
im Böhmerwald. Dort wurde er schon bald von der Gestapo verhaftet
und ins KZ Dachau
gebracht. Als 1944 eine Flecktyphus-Epidemie ausbrach, meldete er sich
freiwillig zur Pflege der Kranken. Hunderten Sterbenden, darunter vielen Russen,
spendete er die Sterbesakramente. Andere Häftlinge rettete er vor dem Hungertod,
indem er ihnen sein Essen gab. Als Engel von Dachau
und Maximilian
Kolbe der Deutschen
wurde er verehrt, bis er selbst am Flecktyphus starb.
Engelmar Unzeitig (vorn Mitte neben Mutter Cäcilie und Primizbraut
Gertrud
Schlögl) bei der Feier seiner Primiz in Greifendorf
am 15. August 1939 
Engelmar Unzeitigs Asche wurde auf abenteuerliche Weise aus dem KZ geschmuggelt und auf dem städtischen Friedhof in Würzburg beigesetzt. 1968 übertrug man die Urne in die Kapelle der Mariannhiller Herz-Jesu-Kirche in Würzburg und richtete dort eine Gedenkstätte ein.
Kanonisation:
Das Seligsprechungsverfahren wurde 1991 eingeleitet. 2009 unterzeichnete Papst Benedikt XVI.
das Dekret, das Engelmar Unzeitig als Märtyrer anerkennt.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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