Ökumenisches Heiligenlexikon

Engelmar (Hubert) Unzeitig

Gedenktag katholisch: 2. März
Name bedeutet: E: berühmt wie ein Engel (althochdt.)
H: der durch Verstand Glänzende (althochdt.)
Priester, Märtyrer
* 1. März 1911 in Greifendorf bei Zwittau, heute Hradec nad Svitavou bei Svitavy in Tschechien
† 2. März 1945 in Dachau
in Bayern
Kartenskizze Kartenskizze

Engelmar Unzeitig

Engelmar Unzeitig   

Hubert Unzeitig schloss sich im Alter von 17 Jahren der Gemeinschaft der Mariannhiller Missionare in Reimlingen bei Augsburg an und erhielt den Ordensnamen Engelmar. Nach dem Studium der Theologie und Philosophie in Würzburg wurde er 1939 zum Priester geweiht und Pfarrer in Glöckelberg bei Krummau - dem heutigen Český im Böhmerwald. Dort wurde er schon bald von der Gestapo verhaftet und ins KZ Dachau gebracht. Als 1944 eine Flecktyphus-Epidemie ausbrach, meldete er sich freiwillig zur Pflege der Kranken. Hunderten Sterbenden, darunter vielen Russen, spendete er die Sterbesakramente. Andere Häftlinge rettete er vor dem Hungertod, indem er ihnen sein Essen gab. Als Engel von Dachau und Maximilian Kolbe der Deutschen wurde er verehrt, bis er selbst am Flecktyphus starb.

Engelmar Unzeitigs Asche wurde auf abenteuerliche Weise aus dem KZ geschmuggelt und auf dem städtischen Friedhof in Würzburg beigesetzt. 1968 übertrug man die Urne in die Kapelle der Mariannhiller Herz-Jesu-Kirche in Würzburg und richtete dort eine Gedenkstätte ein.

Kanonisation: Das Seligsprechungsverfahren wurde 1991 eingeleitet. 2009 unterzeichnete Papst Benedikt XVI. das Dekret, das Engelmar Unzeitig als Märtyrer anerkennt.

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Quellen:


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