Gedenktag katholisch: 14. Januar
Name bedeutet: berühmt wie ein Engel (althochdt.)
Englmar war Bauernsohn. Er verzichtete auf den väterlichen Besitz und wurde in Passau Schüler eines armenischen Bischofs. Nach dessen Tod wanderte Englmar donauaufwärts und erbaute sich um 1086 beim heutigen St. Englmar eine Einsiedelei. Er war ein ein Freund der Bauern und ein begehrter Tierheiler. Ein ein Fremder, der sich angeblich seiner Einsiedelei anschließen wollte, neidete ihm das hohe Ansehen im Volk, erschlug Englmar aus Habsucht - fand aber kein Geld - und versteckte den Leichnam im Schnee
Erst zu Pfingsten wurde der unverweste Leichnam entdeckt, von ihm sei ein strahlener Schein ausgegangen. Der Graf zu Bogen geleitet ihn mit einem Ochsenkarren zu Tal und ließ ihn an der Stelle der 1131 erbauten heutigen Pfarrkirche in St. Englmar von einem Priester begraben.
Bis ins 19. Jahrhundert war St.
Englmar Ziel vieler Wallfahrer, Englmars Gebeine
sind bis heute über dem Altar der Kirche zu sehen. Am Pfingstmontag findet in St. Englmar
noch heute das Englmarisuchen
statt: eine lebensgroße Holzfigur des Heiligen wird
im Wald versteckt, gefunden und in festlichem Zug zurückgebracht.
Kanonisation:
Englmar wurde nach einem alten Manuskript 1188 seliggesprochen.
Patron
für eine gute Ernte, gegen Viehseuche