Gedenktag katholisch: 30. Juni
Fest im Bistum Salzburg
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Graz-Seckau
in Salzburg: Übertragung der Gebeine: 4. September
Name bedeutet: die wie ein Adler Starke (althochdt.)
Statue im Küchenhof des Nonnbergklosters in Salzburg 
Erentrudis aus fürstlicher oder königlicher iroschottischer Familie kam um 696
mit ihrem Onkel Rupert aus
Worms
nach Salzburg,
wo Rupert als Abtbischof wirkte. Er gründete mit Unterstürtzung von Bayernherzog
Theodbert und dessen Gemahlin Regintrud um 714 ein Kloster im Südosten des Festungsberges,
dem Nonnberg; damals stand dort das Castellum Superius
. Erentrudis wurde
die erste Äbtissin dieses Maria geweihten
Benediktinerinnenklosters.
Wie Erentrudis hattenauch ihre Mitschwestern adelige Herkunft und ein hohes
Bildungsniveau, womit sie den Lebens- und Bildungsstandard der Bevölkerung verbessern
und das Christentum ausbreiten konnten.
Schon bald nach ihrem Tode wurde Erentrudis als Heilige verehrt, wie eine Urkunde
aus dem Jahr 788 belegt; damals wurde auch eine Wallfahrt
und eine Pilgerherberge auf dem Nonnberg in Salzburg
eingerichtet. Anfang des 14. Jahrhunderts verfasste Caesarius, ein Kaplan des Nonnbergklosters,
Erentrudis' Lebensgeschichte. Er pries seine Protagonistin: Glühend war die Macht
ihrer Rede, den Hartnäckigen die harten Herzen zu erweichen und mit dem Salz der
Weisheit und dem Honig der Liebe zu würzen.
Erentrudis' Gebeine
wurden 1024 in die neuee Krypta der Klosterkirche übertragen. Ihr Grab dort ist
heute leer, die Überreste liegen in einem kostbaren Büstenreliquiar von 1318
und in einem silbernen Schrein von 1624 im Kloster. 1924 ergab eine Untersuchung
der Gebeine, dass Erentrudis nicht älter als 55 Jahre alt geworden ist.
Georg Stäber: Erentrudis, um 1497. Bild in einem ehemaligen Altar der Margarethenkapelle von St.
Peter in Salzburg,
heute in Privatbesitz 
zweite Patronin
der Diözese Salzburg
Ausführlich
informiert der Stadtverein
Salzburg über Erintrudis.