Gedenktag katholisch: 8. Januar
Fest im Bistum Regensburg
Übertragung der Gebeine: 8. Oktober
Name bedeutet: mit starker Ehre (althochdt.)
Tumbafigur von Erhard im Niedermünster in Regensburg, um 1300
Erhard wirkte als Wanderbischof im Elsass, gründete dort der Überlieferung nach sieben Kirchen und mehrere Klöster und soll Odilia von ihrer Blindheit geheilt und sie getauft haben. Um 685 kam er als Missionar an den Hofe der Agilofingerherzöge in Regensburg, pflegte enge Verbindungen zu Herzog Theodo. Die Überlieferung bezeichnet sein Wirken in Regensburg als das eines Bischofs.
Erhard wurde an der Nordmauer des Niedermünsters bestattet. Papst Leo IX. erhob die Gebeine 1052. Im Mittelalter wurde Erhard besonders im Elsass, verehrt, viele Krankenhäuser stehen unter seinem Patronat. In der Steiermark in Österreich gibt es seit dem seit dem 14. Jahrhundert eine große Wallfahrt im nach ihm benannten St. Erhard. Die Pfarrkirche am Fuß des Nonnbergs in Salzburg ist ihm geweiht.
Erhards Grab aus wiederverwendeten römischen Tuffplatten und einem Sarkophagdeckel,
zu besichtigen in den Ausgrabungen unter dem heutigen Fußboden des Niedermünsters in
Regensburg
Bischöfliches Ordinariat Regensburg
Attribute:
Bischof, zwei Augen auf Buch, Axt
Patron
der Spitäler, Schmiede, Bäcker und Schuhmacher; gegen Augenleiden,
Pest und Viehkrankheiten; Nebenpatron der Diözese Regensburg
Bauernregel:
St. Erhard mit der Hack / steckt die Feiertag' in den Sack.
Sankt Erhard mit der Hack', / steckt Wintertage in den Sack.