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Ökumenisches Heiligenlexikon

Erminold von Prüfening

Gedenktag katholisch: 6. Januar

Name bedeutet: der große Waltende (althochdt.)

Abt in Prüfening, Märtyrer
* 1035 (?)
† 6. Januar 1121 im Kloster Prüfening in Regensburg in Bayern

Kartenskizze

Erminold, Spross eines schwäbischen Rittergeschlechts, wurde Benediktinermönch in Hirsau, dem berühmten Kloster der Reformen von HirsauDie Reformen von Hirsau gingen im 11./12. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Hirsau im Schwarzwald. Sie nahmen die Reformen von Cluny auf, ohne aber deren Orientierung auf das zentrale Mutterkloster zu übernehmen. Das Ziel der von Abt Wilhelm verfassten „Consuetudines Hirsaugienses” war die strenge Lebensweise der Mönche wie in Cluny im Hinlick auf Tagesablauf und Liturgie sowie die Organisation der Klostergemeinschaft. Die Rechte der Bischöfe und Vögte wurden - entgegen den ursprünglichen Zielen - nicht eingeschränkt. mit strengem Ordensleben, dessen Blütezeit unter Abt Wilhelm entscheidend auf ihn wirkte. 1106 bis 1107 wirkte er als Reformer im Kloster Lorsch. 1114 wurde er vom Bamberger Bischof Otto zum ersten Abt des neuen Klosters Prüfening bei Regensburg berufen. Dort sollte er die Reformgedanken von Hirsau durchsetzen, was die Opposition mancher Mönche hervorrief. Als der in Folge des Investiturstreites exkommunizierte Kaiser Heinrich V. die Abtei besichtigen wollte, verweigerte ihm Erminold den Besuch. Erzürnt brachte ihm ein Mönch mit einem Knüppel eine Kopfverletzung bei, an der er Tags darauf verstarb.

1283 wurden Erminolds Gebeine erhoben. Mitte des 13. Jahrhunderts entwickelte sich die Verehrung. Heute ruhen die Reliquien in einem Hochgrab aus dem 14. Jahrhundert in der Klosterkirche Prüfening.

Die 1119 geweihte Kloserkirche Prüfening, eine dreischiffige Pfeilerbasilika, ist bis heute erhalten; sie war der erste romanische Kirchenbau der gemäß den Reformen von HirsauDie Reformen von Hirsau gingen im 11./12. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Hirsau im Schwarzwald. Sie nahmen die Reformen von Cluny auf, ohne aber deren Orientierung auf das zentrale Mutterkloster zu übernehmen. Das Ziel der von Abt Wilhelm verfassten „Consuetudines Hirsaugienses” war die strenge Lebensweise der Mönche wie in Cluny im Hinlick auf Tagesablauf und Liturgie sowie die Organisation der Klostergemeinschaft. Die Rechte der Bischöfe und Vögte wurden - entgegen den ursprünglichen Zielen - nicht eingeschränkt. entwickleten Bauschule in Altbayern, beispielgebend für weitere romanische Kirchenbauten. Auch Wandmalereien sind aus jener Zeit erhalten. Die Säkularisation führte 1803 zur Aufhebung des Klosters, es wurde zu einem Schloss umgebaut, das 1899 vom Fürstenhaus von Thurn und Taxis erworben und als Sommerresidenz benutzt wurde.

Attribute: mit Regelbuch, Brote verteilend

Acta Sanctorum




Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 00.00.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XV, Herzberg 1999
• http://www.st-bonifaz-regensburg.de/PruefWeb/PrfDuenn.htm
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995