Gedenktag evangelisch: 25. März
Name bedeutet: der Entschlossene (althochdt.)
Jacob von Sandrart, in: Wolverdiente Ehren-Seule, Gotha 1678 
Ernst kämpfte an der Seite von Gustav Adolf im Dreißigjährigen Krieg. Nach dessen Tod konnte er die Evangelischen vor der Niederlage bewahren, sah aber bald ein, dass der Sieg des Evangeliums nicht mit Waffen zu erringen sei. Für seinen Bruder Herzog Bernhard von Weimar regierte er mehrere Jahre das Herzogtum Franken von Coburg aus.
1640 wurde er zum Herrscher eines neuen Staates, des Herzogtums Sachsen-Gotha.
Binnen kurzer Zeit errichtete er einen paternalistischen Musterstaat, welcher
weit in das 18. Jahrhundert vorbildhaft wirkte. Er setzte sich für die Behebung
der Kriegsschäden und für eine christliche Erziehung seines Volkes ein. 1642
führte er die Schulpflicht ein, das gesamte Schulwesen wurde nach dem Vorbild
von Johann Amos Comenius
ausgerichtet. Ernsts größte Leistung war wohl die Einrichtung des
Informationswerkes
, eines Pflichtunterrichtes in christlicher Glaubenslehre
für alle Bürger; Ernst wurde deshalb am Hofe als Bet-Ernst
verspottet. Seine
Herrschaftsauffassung trug visionäre Züge, er versuchte sich an der Einigung
der in Reformierte und Lutheraner zersplitterten Protestanten, und er
unterstütze Missionsvorhaben bis nach Moskau oder Äthiopien.
Schon kurz nach seinem Tod wurde er nur noch als Ernst, der Fromme
bezeichnet und im In- und Ausland als Muster eines Staatsmannes dargestellt.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon