Ökumenisches Heiligenlexikon

Eudokia die Samariterin

Gedenktag katholisch: 1. März
Gedenktag orthodox: 1. März, 4. August
Gedenktag armenisch: 1. März
Gedenktag koptisch: 1. März
Name bedeutet: von gutem Ruf (griech.)
Nonne, Wohltäterin, Märtyrerin
* in Heliopolis in Phönizien, heute Baʿlbak / Baalbek im Libanon
† 107 (?) daselbst
Kartenskizze

Byzantinische Ikone, 10. Jahrhundert

Byzantinische Ikone, 10. Jahrhundert   

Von Eudokia berichtet die Legende, dass sie eine schöne junge Frau war, die viele Männer anzog und dabei viel Geld verdiente. Der Mönch Germanus bekehrte sie zum Christentum, Bischof Theodotos taufte sie. In einer Vision fuhr sie gen Himmel, erblickte die Engel und darunter auch ein hässliches, schwarzes Wesen, das schrie, es sei ungerecht, eine solche Sünderin zu erretten. Dieses Erlebnis bewog sie, ihr Vermögen unter die Armen zu verteilen, was ihr den Beinamen die Samariterin einbrachte, und in ein Kloster einzutreten. Sie wurde dann von ihren früheren Liebhabern als Christin denunziert und vor den Kaiser gebracht; aber nachdem sie dessen Sohn geheilt hatte, führte sie den Kaiser Trajan * zum Glauben. Nun wurde sie vor Diogenes, den Statthalter von Heliopolis - dem heutigen Bá'labakk / Baalbek -, gebracht; aber wieder bewirkte sie ein Wunder und wurde freigelassen. Nachdem Vicentius der Nachfolger des Statthalters geworden war, wurde Eudokia wieder angeklagt und enthauptet.

* Keiner der römischen Kaiser vor Konstantin wird in der christlichen Tradition so geschätzt wie Trajan.

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Quellen:


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