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Vinzenz Bossilkov stammte aus einer einfachen Bauernfamilie. Er besuchte eine Schule der Passionisten, trat 1919 in den Orden ein und nahm den Ordernsnamen Eugen an. Nach Studienaufenthalten in Holland und in Belgien wurde er 1926 in Ruse (Русе) zum Priester geweiht. Nach weiteren Studien am Orientalischen Institut in Rom wirkte er in seiner Heimat als Pfarrer. Im Zweiten Weltkrieg rettete er Tausenden von Juden das Leben. Nach der Besetzung Bulgariens durch die sowjetische Armee 1944 wurde er ständig überwacht. Im Herbst 1945 wurde er zum Bischof von Nikopol (Никопол) ernannt.
1948 begann die offene Verfolgung der Kirche. Bossilkov führte in seiner
Diözese einen Gebetstag für den Papst ein. Im Juli 1952 wurde er verhaftet, im
September 1952 begann der Schauprozess gegen ihn sowie gegen 26 weitere Priester,
eine Ordensfrau, zwei Redakteure der Kirchenzeitung Istina
und zehn Komplizen
aus der orthodoxen Kirche;
Bossilkov wurde zusammen mit drei anderen Priestern
zum Tod durch Erschießen verurteilt. Die Vollstreckung fand wohl am Morgen des 5.
Oktober statt.
Der Vatikan hielt daran fest, dass Bossilkov Bischof von Nikopol (Никопол) sei, bis 1975 das Schweigen des bulgarischen Staates gebrochen und Bossilkovs Tod bestätigt wurde. Das höchste Gericht Bulgariens rehabilitierte Bossilkov 1999 öffentlich.
Kanonisation:
Papst Johannes Paul II.
sprach Eugen Bossilkov 1998 als ersten der Opfer des Stalinismus und als ersten
Bulgaren selig.
Martyrologium Romanum Flori-Legium
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon