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unbekannter spanischer Meister: Leben der Eulalia, um 1350, in der Kathedrale in
Palma di Mallorca

Eulalia, Tochter einer wohlhabenden christlichen Familie, verließ im Alter von zwölf Jahren heimlich das elterliche Landgut, um vor dem Statthalter von Mérida gegen die Verfolgung ihrer Glaubensgenossen zu protestieren. Sie riss ein Götzenbild von der Wand und wurde daraufhin festgenommen. Der Statthalter ließ ihr die Kleider vom Leib reißen, sie geißeln und foltern, schließlich lebendigen Leibes - der Überlieferung nach in einem Backofen - verbrennen. Spätere Legenden berichten, wie ihre befreite Seele als weiße Taube gen Himmel flog.
John William Waterhouse: St. Eulalia, um 1885, in der Tate Gallery in London

Eulalia ist bis heute die am meisten verehrte Märtyrerin Spaniens. Der Ofen
der Eulalia
wird bis heute in Mérida
gezeigt. Die nach ihr benannte Kirche in Mérida bezeugt mit einer Inschrift,
dass ihr Vorgängerbau, von dem Reste noch in der Kirche erhalten sind,
ursprünglich ein dem römischen Gott Mars geweihter Tempel war.
Attribute:
Miniaturofen, Taube
Patronin
der Wöchnerinnen, der Reisenden, gegen Ruhr und Unglück
Martyrologium Romanum Flori-Legium
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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