Ökumenisches Heiligenlexikon

Eulogius Salos

Gedenktag orthodox: 1. April

Name bedeutet: der Gutes Redende (griech.)

Mönch
lebte im 12. und 13. Jahrhundert

Der Mönch Eulogius war Salos, d.h. er wirkte als Narr um Christi willen und er hatte die Gabe der Hellsichtigkeit. Zusammen mit == Johannes Schawteli begleitete er 1203 Königin Tamara in die Schlacht gegen den türkischen Sultan Rukn-ed-Din bei Basiani. In einer ersten Phase traf sich das georgische Heer unter der Führung des Prinzgemahl David Soslan beim Kloster Wardsia, wo Eulogius und Johannes zusammen mit der Königin um den Sieg beteten. Dann rückten die georgischen Truppen nach Basiani - die Gegend um Trapezunt - dem heutigen Trabzon vor, wo sich der Sultan Rukn-ed-Din mit seinem Heer aus 4000 Soldaten befand. Die Königin, in deren Gefolge sich die beiden Geistlichen befanden, ließ ihr Lager nahe dem Dorf Kozrche aufschlagen und hielt sich dort in dauerndem Gebet auf. Eines Tages, als die Väter Eulogius und Johannes in Gegenwart der Königin saßen, blickte Eulogius in die Höhe, warf sich zur Erde nieder, erhob sich dann eilig, verließ das Zelt, rief aus: Seht die Gnade Gottes! und lief eilends auf den Gipfel eines Hügels. Johannes, der bei der Königin geblieben war, sagte darauf: Der Narr hatte eine Vision und ich denke, sie ist gut. Sie merkten sich den Tag und die Stunde und später stellte sich heraus, dass in genau diesem Augenblick die georgischen Krieger das zehnmal größere Heer des Sultans besiegt hatten.

Die byzantinischen Herrscherdynastie der Komnenen konnte nach dieser Schlacht mit georgischer Unerstützung das Kaiserreich Trapezunt in der Nachfolge des nach dem 4. Kreuzzug untergegangenen Byzantinischen Reiches gründen. Es strategische und politische Bedeutung, weil hier wichtige Handelsrouten verliefen. 1243 musste es sich den Mongolen als Vasallen unterwerfen, bestand aber, bis es 1461 Teil des Osmanischen Reichs wurde.

Biographische Nachrichten über Eulogius finden sich in dem Werk Die Geschichte und die Taten der Könige und das Leben von Tamar, der Königin der Könige.


Quellen:
• Bibliotheca sanctorum orientalium, 1. Bd., Roma: Città Nuova, 1998, Dank an C. S., Brief vom 23. August 2009
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