Gedenktag katholisch: 10. Juni
Name bedeutet: der Standhafte (griech.)
Joseph Kugler war Bauernsohn und körperbehindert. Er konnte erst nach
Ablehnungen und Schwierigkeiten im Alter von 26 Jahren dem Hospitalierorden der
Barmherzigen Brüder vom Hl. Johannes
von Gott
beitreten und den Ordensnamen Eustachius annehmen. 1905 wurde er
zum Prior der Anstalt Straubing,
1922 des Krankenhauses in Neuburg
an der Donau, 1925 zum Ordensprovinzial für Bayern ernannt. 1929 begann er mit
dem Bau des großen Krankenhauses in Regensburg,
was ob der gewagten Größe des Projekts umstritten war.
Manchmal musste Eustachius Kugler die direkte Ablehnung seiner Mitbrüdern erfahren,
skrupulöse Bescheidenheit
wurde ihm von Neidern unterstellt, auch sein Kosename
Klostersepp
war nicht immer nur positiv gemeint. In der Nazi-Zeit des Dritten
Reiches
ertrug er die Verhöre der Gestapo, still duldend bis zum Zusammenbruch;
trotz stark angeschlagener Gesundheit besuchte er kriegszerstörte Einrichtungen besucht,
um Mut zu machen. Seine körperlichen Leiden trug Eustachius mit Geduld und starb im
Ruf der Heiligkeit als besonderes Beispiel eines demütigen Ordensmannes.
Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder ist heute mit rund 900 Betten und etwa 2300 Mitarbeitern das größte katholische Krankenhaus in Deutschland. 1982 wurden Eustachius' Gebeine in die Krankenhauskirche St. Pius in Regensburg, übertragen.
Kanonisation:
Eustachius Kugler wurde im Oktober 2009 in Regensburg
seliggesprochen.