Ökumenisches Heiligenlexikon

Eva von Lüttich

Gedenktag katholisch: 14. März
vor der Kalenderreform      Nach Abschluss und im Auftrag des => 2. Vatikanischen Konzils wurde im Jahr 1969 eine Liturgiereform in der römisch-katholischen Kirche durchgeführt; in diesem Rahmen wurden auch Änderungen im Römischen Generalkalender vorgenommen; der erneuerte wurde mit dem 1. Januar 1970 in Kraft gesetzt.: 5. April

Name bedeutet: die Leben Schenkende (hebr.)

Reklusin
* um 1190 in Lüttich (Liège) in Belgien
† 1265 daselbst

Kartenskizze

Eva lebte als Reklusin an St. Martin in Lüttich. Sie engagierte sich zusammen mit Juliana von Lüttich für die Einführung des Fronleichnamsfestes; nach dem Tod ihrer Freundin setzte sie diese Initiative fort und intensivierte sie. Das Hochfest des Leibes und des Blutes Christi, wurde dann 1246 im Bistum Lüttich eingeführt. Papst Urban IV. würdigte Evas Verdienste in einem Brief aus dem Jahr 1264; im selben Jahr wurde Fest für die ganze Kirche eingeführt.

Eva wurde in der Kirche von St. Martin in Lüttich beigesetzt. Evas Verehrung begann gleich nach ihrem Tod, v.a. in der Barockzeit war sie groß. Evas Gebeine wurden 1542 erhoben und sind in einem sind Schrein von 1622 in St. Martin erhalten. Weitere Reliquien liegen in Gent und in Antwerpen.

Kanonisation: Evas Verehrung wurde 1902 vom Paspst anerkannt.


Quellen:
• Jakob Torsy: Der große Namenstagskalender, hg. von Hans-Joachim Kracht. Herder, Freiburg 1998
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. XIV, Herzberg 1998
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