Ökumenisches Heiligenlexikon

Eva von Tiele-Winkler

Gedenktag evangelisch: 21. Juni
Name bedeutet: die Leben Schenkende (hebr.)
Ordensgründerin
* 31. Oktober 1866 in Miechowitz, heute der Stadtteil Miechowice in heute Bytom in Polen
† 21. Juni 1930 daselbst
Kartenskizze

Kartenskizze


Eva von Tiele-Winkler

Eva von Tiele-Winkler   

Eva von Tiele-Winkler empfing von ihrer katholischen, der Mystik zugeneigten Mutter eine starke Neigung zu klösterlichem Leben und einer mystisch geprägten Frömmigkeit. Schon als Kind beschloss sie, eine Heilige zu werden und ihr Leben den Armen zu widmen. Ihre zweite Mutter schickte sie zu Friedrich von Bodelschwingh nach Bethel. Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung zur Diakonisse errichtete sie 1890 in einem Gebäude, das ihr Vater für sie neu bauen ließ unweit des der Familie gehörenden Schlosses Miechowitz im heutigen Stadtteil Miechowice in Bytom, einen Friedenshort und baute gemäß dem Rat Bodelschwinghs eine eigene Schwesternschaft auf. Aus dieser Station entwickelte sich ein großes diakonisches Arbeitsfeld, bis hinein in die Chinamission. Eva verausgabte sich in ihrer Arbeit so sehr, dass Bodelschwingh sie nach Bethel zurückholte, wo sie fünf Jahre als Oberin wirkte.

Während einer Erholungskur in Davos traf sie auch mit Hudson Taylor zusammen. 1905 erlebte sie die Erweckung in Wales, die sich dann auch auf das geistliche Leben der Schwestern in Miechowitz auswirkte. Trotz Krieg und Inflation konnte sie ihr Werk auch noch in den 20-er Jahren fortsetzen und ausbauen.

Die Schwesternschaft besteht bis heute in Freudenberg in Nordrhein-Westfalen, in Heiligengrabe in Brandenburg und in Berlin.

Die Stiftung Diakonissenhaus Friedenshort stellt ihre Geschichte und ihr Wirken im Internet dar.

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Quellen:
• http://www.glaubenszeugen.de/kalender/t/kalt059.htm
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