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Eva von Tiele-Winkler empfing von ihrer katholischen, der Mystik zugeneigten
Mutter eine starke Neigung zu klösterlichem Leben und einer mystisch geprägten
Frömmigkeit. Schon als Kind beschloss sie, eine Heilige zu werden und ihr Leben
den Armen zu widmen. Ihre zweite Mutter schickte sie zu Friedrich
von Bodelschwingh nach Bethel.
Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung zur Diakonisse errichtete sie 1890 in einem
Gebäude, das ihr Vater für sie neu bauen ließ unweit des der Familie gehörenden
Schlosses Miechowitz im heutigen Stadtteil Miechowice in Bytom,
einen Friedenshort
und baute gemäß dem Rat Bodelschwinghs eine eigene
Schwesternschaft auf. Aus dieser Station entwickelte sich ein großes
diakonisches Arbeitsfeld, bis hinein in die Chinamission. Eva verausgabte sich
in ihrer Arbeit so sehr, dass Bodelschwingh sie nach Bethel zurückholte, wo sie
fünf Jahre als Oberin wirkte.
Während einer Erholungskur in Davos traf sie auch mit Hudson Taylor zusammen. 1905 erlebte sie die Erweckung in Wales, die sich dann auch auf das geistliche Leben der Schwestern in Miechowitz auswirkte. Trotz Krieg und Inflation konnte sie ihr Werk auch noch in den 20-er Jahren fortsetzen und ausbauen.
Die Schwesternschaft besteht bis heute in Freudenberg in Nordrhein-Westfalen, in Heiligengrabe in Brandenburg und in Berlin.
Die
Stiftung Diakonissenhaus Friedenshort
stellt ihre
Geschichte und ihr Wirken im Internet dar.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon