|
Buchmalerei: Martyrium von Faustinus und Simplicius,
14. Jahrhundert, aus: Richard de Montbaston u.a.: Vies de saints, Paris

Faustinus war der Bruder von Rufus und Simplicius.
Die Leichname der nach der Legende unter Diokletian gemarterten und enthaupteten
römischen Brüder wurden demnach von ihrer Schwester Beatrix
aus dem Tiber gezogen und im Coemeterium ad Ursum pileatum
, dem Friedhof des
mit einer Filzkappe bedeckten Bären
, beigesetzt. Auch Beatrix wurde dann
ergriffen und getötet.
Das Grab der Märtyrer ist in alten Dokumenten wenig bezeugt. Es befand sich im Coemeterium der Generosa beim 6. Meilenstein an der Via Portuensis im heutigen Stadtteil Corviale, dort ist auch ein Fresko der Brüder. Ihre Reliquien wurden 683 von Papst Leo II. nach Rom auf den Aventin überführt. Bonifatius brachte Reliquien von Faustinus, Simplicius und Beatrix in seine Klosterkirche nach Fulda. Reliquien von Faustinus kamen - wohl im 16. Jahrhundert - auch nach Erbendorf in Bayern. Erzählt wird, dass die Pferde beim Transport im Morast eingesunken seien und der Wagen nicht mehr flott zu kriegen war, so dass man die Gebeine auf dieses Zeichen hin an diesem Ort beließ.
Patron
von Fulda
|
Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren
Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen
Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
|
||||||||||||||||||||