Ökumenisches Heiligenlexikon

Felix I.

Gedenktag katholisch: 30. Dezember
vor der Kalenderreform      Nach Abschluss und im Auftrag des => 2. Vatikanischen Konzils wurde im Jahr 1969 eine Liturgiereform in der römisch-katholischen Kirche durchgeführt; in diesem Rahmen wurden auch Änderungen im Römischen Generalkalender vorgenommen; der erneuerte wurde mit dem 1. Januar 1970 in Kraft gesetzt.: 30. Mai

Gedenktag koptisch: 2. November

Name bedeutet: der Glückliche (latein.)

Bischof von Rom
* um 210 in Rom (?)
† 30. Dezember 274 (oder 273) daselbst

Felix I. wurde 268 Nachfolger des römischen Bischofs Dionysius. Felix hat der Überlieferung nach die Regel zur Einsegnung von Kirchen erlassen. Im Streit um die Interpretation der Natur Christi sprach sich Felix gegen die Lehre des Paulus von Samosata aus, wonach der ein ganz normaler Mensch gewesen sei. Eine umgearbeitete Version seiner Schrift wurde 431 beim Konzil von Ephesus verwendet. Das Amt des Bischofs von Rom wurde in Felix' Amtszeit gestärkt durch die Entscheidung des Kaisers Aurelian, der in einem Streit unter Bischöfen in Antiochia- dem heutigen Antakya - entschied, dass das Kirchenhaus dem Bischof eingeräumt werden solle, mit dem die Bischöfe von Italien und in der Stadt Rom in kirchlichem Verkehr ständen. Felix soll sich sehr für die von Kaiser Aurelian verfolgten Christen eingesetzt haben.

Die Angabe im Liber pontificalis, dem Buch derPäpste, Felix habe das Martyrium erlitten und er sei an der Via Aurelia begraben, beruht auf Erfindung oder Verwechslung. Felix wurde tatsächlich in den Callistus-Katakomben bestattet.

Catholic Encyclopedia


Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Karl Heussi: Kompendium der Kirchengeschichte. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1976
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. II, Hamm 1990
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