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Ökumenisches Heiligenlexikon

Felix von Nola

Kartenskizze

Felix war der der Überlieferung zufolge Sohn des eingewanderten Syrers und Soldaten Hermias. Er wurde Priester; als sein Bischof Maximus in den Verfolgungen floh, wurde Felix verhaftet und gefoltert, konnte aber fliehen. Die Legende erzählt, dass ein Spinnennetz am Eingang einer Höhle den sich darin Versteckenden vor den Verfolgern schützte. Schließlich wurde er möglicherweise Bischof von Nola.

Paulinus von Nola widmete in den Jahren 395 bis 407 seinem angeblichen Vorgänger, für den es zu jener Zeit schon Kultorte in Nola gab, jährlich ein Gedicht, verfasste die teilweise legendäre Lebensgeschichte, förderte und verbreitete die Verehrung und ließ zu den drei in Nola bestehenden Kirchen eine vierte, Felix geweihte, erbauen, die im 5. Jahrhundert zum Wallfahrtszentrum und Ort von Heilungen, Tierwundern und Exorzismen wurde. Augustinus rühmte noch den Bekenner, Gregor von Tours nannte ihn dann Märtyrer. Das Martyrologium des Hieronymus nannte ihn Bischof und als Gedenktag den 27. Juli. Beda Venerabilis verfasste auf der Grundlage von Paulinus' Gedichten eine Lebensgeschichte. An Felix' Grab ereigneten sich Wunder wie Heilungen oder das Wiederauffinden verloren gegangener Tiere. Seine Verehrung lebte, nach einer Unterbrechung im 5. bis 8. Jahrhundert, im 9. bis 14. Jahrhundert wieder auf.

Buchmalerei: Felix wird von seinen Schülern getötet, 14. Jahrhundert, aus: Jacobus de Voragine: Legenda aurea, in der Bibliothèque Nationale de France in Paris

Buchmalerei: Felix wird von seinen Schülern getötet, 14. Jahrhundert, aus: Jacobus de Voragine: Legenda aurea, in der Bibliothèque Nationale de France in Paris

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Patron gegen Meineid, für das Wiederfinden verlorener Tiere und Dinge

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

Acta Sanctorum




Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 00.00.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XVI, Herzberg 1999
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995