Ökumenisches Heiligenlexikon

Findanus von Rheinau
auch: Fintan

Gedenktag katholisch: 15. November

Name bedeutet: ? (gälisch.)

Inkluse
* um 803 im Süden der Grafschaft Leinster in Irland
† 878 (oder 881) in Rheinau in der Schweiz

Kartenskizze

Findanus aus vornehmer Familie wurde er von Normannen auf die Orkney-Inseln verschleppt. Er konnte nach Schottland flüchten und lebte 845 eine Zeit lang als Einsiedeler unter den Pikten, dann unternahm er aus Dankbarkeit über seine Freiheit eine Wallfahrt nach Rom. 847 kam er nach Alemannien und diente zunächst dem alamannischen Adeligen Wolvene. 851 trat er ins Benediktinerkloster in Rheinau ein, wo er ab 859 als Inkluse lebte.

Nach der Legende sah er die Reliquien des Blasius, als sie nach Rheinau kamen, in Gestalt einer Taube erst auf dem Altar, dann in der Krypta der Kirche, und erblickte er die Taube auf seiner Schulter, ehe er die Reliquien nach St. Blasien übertrug.

Findanus' Lebensgeschichte verfasste ein Mitbruder, der ebenfalls aus Iralnd stammte, schon kurz nach Findanus' Tod. Seine Gebeine wurden 1446 gefunden; 1531 wurden sie in der Reformation teilweise verbrannt, die Reste werden in Rheinau bewahrt.

Attribute: Buch, mit Fürstenhut, Taube auf der Schulter

Martyrologium Romanum Flori-Legium


Quellen:
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. XVII, Herzberg 2000
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