Ökumenisches Heiligenlexikon

Florentius von Straßburg

Gedenktag katholisch: 7. November
vor der Kalenderreform      Nach Abschluss und im Auftrag des => 2. Vatikanischen Konzils wurde im Jahr 1969 eine Liturgiereform in der römisch-katholischen Kirche durchgeführt; in diesem Rahmen wurden auch Änderungen im Römischen Generalkalender vorgenommen; der erneuerte wurde mit dem 1. Januar 1970 in Kraft gesetzt.: 21. Juli
in Straßburg, Basel: Übertragung der Gebeine: 3. April

Name bedeutet: der Blühende (latein.)

Bischof von Straßburg
* in Irland (?)
† 624 (?) in Straßburg in Frankreich

Kartenskizze Kartenskizze

Statue in Niederhaslach

Statue in Niederhaslach

Der vornehme Ire Florentius - nach anderer Überlieferung aus gallo-römischem Geschlecht - kam ins Elsass, wo er sich der Legende nach bei der Mündung der Hasel in die Breusch als Einsiedler niederließ. Er heilte demnach die stumme Tochter des Königs Dagobert und sollte dafür so viel Land bekommen, wie sein kleiner Esel während der Morgentoilette des Königs umschreiten könne. Der König verspätete sich, der Esel galoppierte - so ergab sich ein umfangreiches Gelände, der später reiche Grundbesitz des Klosters Niederhaslach. Nach dem Tod Arbogasts wurde er Bischof von Straßburg und gründete die Klöster St. Thomas in Straßburg und Niederhaslach - beide neben römischen Ruinen errichtet.

810 wurden Florentius' Gebeine nach Niederhaslach überführt. Ab 1143 behauptete auch das Kloster St. Thomas in Straßburg, Reliquien von ihm zu besitzen.

Kanonisation: Florentius wurde noch im 7. Jahrhundert heiliggesprochen
Attribute: Sonnenstrahl, Einsiedlerkleid mit Tieren
Patron gegen Bruch- und Steinleiden


Quellen:
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. XVI, Herzberg 1999
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