Gedenktag katholisch: 31. Januar
Name bedeutet: F: der Franke (latein.)
X: das neue Haus (nach dem Schloss Javier des
Franz Xaver)
Pietro Giambelluca: Statue gegenüber Bianchis Geburtshauses, am heute nach ihm
benannten Platz in Arpino

Francesco Saverio Bianchi studierte am Barnabitenkolleg
in Arpino. Als er dem Orden
beitreten wollte, sandte sein Vater ihn zum Studium nach Nola,
dann nach Neapel, aber Franz
setzte seinen Willen durch und trat 1762 dem Orden bei. Er wurde 1767 zum Priester geweiht und war
dann als Lehrer in Arpino und Neapel tätig. 1773 wurde er Oberer des Kollegs des Ordens in Neapel,
1778 Mitglied der Akademie der Wissenschaften. Als Apostel von Neapel
kümmerte er sich
um Arme und Kranke, hatte prophetische Gaben und die Gabe, Wunder zu wirken. 1777 lernte er Maria
Franziska von den fünf Wunden Christi Gallo kennen, deren Berater und Beichtvater er wurde.
Beim Generalkapitel der Barnabiten in Bologna erhielt Franz 1785 die Erlaubnis, sich einem beschaulichen Leben im Gebet zu widmen. Der 1798 entthronte König Karl Emmanuel IV. von Savoyen, der 1802 zugunsten seines Bruders Vittorio Emmanuele abdankte und bei den Jesuitenorden eintrat, und seine Frau Clothilde, eine Schwester des französischen Königs Ludwig XVI., der 1792 ein Opfer der Französischen Revolution wurde, fanden bei Franz geistlichen Beistand und Hilfe.
Kanonisation:
Francesco Saverio Bianchi wurde am 22. Januar 1893 von Papst Leo XIII. selig- und am
21. Oktober 1951 von Papst Pius XII. heiliggesprochen.