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Jean Bordichon: Gemälde, entstanden nach der Vorlage der Totenmaske, in der
Kirche S.
Maria della Pace in Rom 
Francesco d'Alessios Eltern hatten befürchtet, keine Kinder haben zu können; als aber ihr Gebet zu Franziskus von Assisi mit einer Schwangerschaft endete, versprachen die dankbaren Eltern, ihr Kind nach diesem Heiligen zu benennen; als der kleine Junge schwer erkrankte, versprachen die Eltern, im Falle einer Heilung solle er ein Jahr lang die Franziskanerkutte tragen.
Mit dreizehn Jahren ließ Francesco sich als Oblat im Franziskanerkloster in San Marco Argentano aufnehmen und fiel dort bald durch seine Frömmigkeit, seine asketischen Neigungen, seinen Gehorsam und durch kleine Wundertaten auf. Mit Fünfzehn verließ er das Kloster, um als Einsiedler in einer Felsengrotte nahe seines Heimatortes Paola zu leben. Bald schon wurde seine Höhle zu einem Ort, wo viele Menschen Rat und Hilfe suchten; andere kamen, um ebenso wie Franz zu leben. 1454 errichtete er ein Kloster für sich und seine Gefährten; beim Bau soll er mit vielen Wundern geholfen haben.
Francesco wurde mit diesem Kloster der Gründer des Ordens der Eremiten des
Heiligen Franz von Assisi
, auch
Paulaner
genannt oder Minimi
, weil sie noch bescheidener als die
franziskanischen Minoriten
lebten; der
Genuss von Fleisch und jeglichen Tierprodukten war untersagt, strengste
Kasteiungen gehörten zur Lebensweise. Francesco legte eine verschärfte
Franziskanerregel zugrunde, die 1474 vom Papst bestätigt wurde. Auch in
Deutschland gründete er Niederlassungen.
Sebastiano Ricci: Franz von Paola heilt, Detail, 1733, National Gallery of Art
in Washington

Zahlreiche Heilungen und Totenerweckungen werden Francesco zugeschrieben, glühende Kohlen soll er ohne Schaden in der Hand gehalten, auf seinem Mantel stehend die Meerenge von Messina durchfahren haben. 1482 wurde er zu König Ludwig XI. von Frankreich nach Plessis-les-Tours gerufen, damit er diesen von schwerer Krankheit heile. Francesco teilte der Überlieferung nach dem oft grausam herrschenden König mit, dass er ihn nicht von seiner Krankheit befreien könne, ihn aber auf einen christlichen Tod vorbereiten wolle - ein Angebot, das der König tatsächlich akzeptierte; der König starb 1483 in seinen Armen. Francesco behielt auch am königlichen Hof seinen asketischen Lebensstil bei und vermochte nicht zuletzt deswegen friedenvermittelnd zu wirken und im Sinne von Kirche und Papst Sixtus IV. Einfluss auf Ludwig XI. und dann auf seine Nachfolger Karl VIII. und Ludwig XI. auszuüben.
Gaetano Gandolfi: Maria mit Andreas
(links), Antonius von Padua (ganz
rechts) und Franz, um 1793, im Dom
in Spoleto ![]()
In dem für Francesco von König Karl VIII. erbauten Kloster in Plessis-les-Tours starb er nach einem Leben in strengster Askese mit 91 Jahren.
Kanonisation:
Schon 1519 wurde Francesco heiliggesprochen.
Patron
der Einsiedler, Leidenden und Seeleute; für Nachkommenschaft; gegen Pest
Bilder aus dem Santuario Franz von Paola
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
Hallo,
Franz von Paola heißt eingedeutscht auch Franz von Paula
. Die Paulaner-Brauerei
in München
hat den Namen vom Orden der Paulaner
. Auf diese Paulaner-Brüder geht das Starkbier zurück,
der Salvator
. Mit diesem Starkbier haben die Mönche seinerzeit den Namenstag
ihres Ordensgründers, eben Franz von Paola, am 2. April gefeiert.
Der Beginn der Starkbierzeit in München (Nockerberg etc.) hat damit indirekt etwas zu tun.
Genaues müssen sie selber rausfinden. Betreiben sie mal ordentliche Recherche!
(das Heilgenlexikon ist ziemlich oberflächlich. Mehr Klasse statt Masse!)
Gruß
L. Albrecht über E-Mail, 29. Februar 2010
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