Gedenktag katholisch: 4. Oktober
gebotener Gedenktag
Hochfest im Franziskaner- und Kapuzinerorden
Fest im Dominikanerorden
Übertragung der Gebeine: 25. Mai
Empfang der Stigmata: 17. September (Fest im Franziskaner- und Kapuzinerorden)
Gedenktag evangelisch: 3. Oktober (EKD)
4. Oktober (ELCA)
Gedenktag anglikanisch: 4. Oktober
Name bedeutet: der kleine Franke (latein.)
Giovanni Cimabue: Fresko, um 1280, in der Unterkirche der
Basilika San Francesco in Assisi 
Francesco Giovanni war der Sohn eines wohlhabenden Tuchkaufmannes Pietro Bernardone und seiner französischen Ehefrau Giovanna Pica; das Elternhaus kann bis heute besichtigt werden. Als Jüngling bekam er den Rufnamen Francesco wegen seiner von der Mutter geerbten Vorliebe für die französische Sprache und ritterlich-höfisches Leben. Er führte ein fröhliches und sorgloses Leben und wollte Ritter werden. Nach einer Schlacht zwischen Assisi und Perugia bei Collestrada 1202 wurde er über ein Jahr in Perugia festgehalten und litt während seiner Gefangenschaft an einer schweren Krankheit, die ihn zu seiner Bekehrung führte. 1203 wurde er aus der Gefangenschaft befreit. 1205 beteiligte er sich an einem Feldzug nach Apulien, empfing aber unterwegs in Spoleto im Traum eine Vision, die ihn vom Soldatenleben Abschied nehmen und nach Assisi zurückkehren ließ. Hier pflegte er einen Leprakranken, der ihm begegnet war. Schon in jener Zeit galt er als Sonderling und hatte unter Spott zu leiden; er aber ging geduldig wie ein Taubstummer und mit heiterem Gesicht durch die Menschenmenge. Sein Vater machte sich Gedanken, was den Sohn wohl zu solcher Gelassenheit trotz aller Kränkungen und zu solcher Weltverachtung motivierte.
Gerichtsgebäude in Perugia 
Für die Wiederherstellung der kleinen Kirche
San Damiano etwas außerhalb von Assisi verkaufte Franziskus im Jahr 1207 einige Tuchballen aus dem Besitz seines Vaters
und wurde von diesem der Überlieferung nach erst eingesperrt - der
Raum wird bis heute gezeigt - und dann zur Rede
gestellt; Franziskus entledigte sich der Überlieferung nach vor den Augen des Bischofs und einer großen Menge Zuschauer
aller seiner Kleider und entsagte dem Erbe mit den Worten Weder Geld noch Kleider will ich von dir, von jetzt an nenne
ich nur noch einen Vater, den im Himmel!
Er rannte nackt aus der Stadt und verabschiedete sich so von Herkunft und
Gesellschaft. Während einer Messe im Jahr 1208 vernahm Franziskus in der Kirche San Damiano eine vom Kreuz her zu ihm
erschallende Stimme, die ihn mit dem Wortlaut des Matthäusevangeliums aufforderte, in die Welt zu gehen, allem Besitz zu
entsagen und Gutes zu tun (Matthäusevangelium 10, 5 - 14). 1207 bis 1209 führte er ein Einsiedlerleben, währenddessen wird
ihm der Aufbau von zwei anderen zerstörten Kirchen zugeschrieben.
Unbekannter Künstler, 13. Jahrhundert: Franziskus gibt dem Vater vor den Augen des Bischofs das Erbe zurück 
Alte Freunde neckten ihn, seine Braut heiße nun Armut
. Die Berufung zur Armut, zu hilfreicher Tat und Predigt
legte er seiner Regel mit der Gründung des Ordens der Minderbrüder
, Minoriten
1209 / 10 zugrunde: er
versammelte zwölf Apostel um sich, die die ersten Brüder des späteren Ersten
Ordens
der Franziskaner wurden, Franz zu ihrem Oberhaupt wählten und mit ihm in den Hütten des heutigen
Rivotorto lebten; Franziskus hielt sich hier
von 1208 bis 1211 auf.
Giotto di Bondone: Franziskus predigt den Vögeln, Fresko, 1297 - 99, in der Oberkirche der
Basilika San Francesco in Assisi 
Viele betrachteten Franziskus als Sonderling, dennoch faszinierte Franziskus' tiefer Ernst, seine glühende Liebe zu Gott und zur Schöpfung, seine Zuneigung zu den Menschen immer mehr. Er verzauberte die Menschen geradezu. Wenn er in die Stadt kam - so wird berichtet -, ließen die Leute die Glocken läuten, die Geistlichen freuten sich, die Männer frohlockten, die Frauen freuten sich mit, die Kinder klatschten in die Hände und zogen Franziskus mit Blätterwedeln entgegen, so wie damals die Menschen in Jerusalem Jesus entgegenzogen; er wurde wie aus einer anderen Welt kommend angesehen und verehrt. 1210 unternahm er zusammen mit einigen Brüdern eine Wallfahrt nach Rom, um von Papst Innozenz III. die Erlaubnis zum Leben in Armut und zur Laienpredigt zu erhalten; die ersten, einfachen, später verloren gegangenen Ordensregeln wurden vom Papst mündlich gebilligt, nachdem er die Vision eines zu seinen Füßen aufwachsenden Palmbaums hatte, in der ein armer unbekannter Mönch die berstenden Mauern der Laterankirche in Rom stützt.
Zu jener Zeit zog gerade Kaiser Otto (IV.) mit viel Getöse und Pomp durch jene Gegend, um sich die Krone des irdischen Reiches zu holen; doch weder der heilige Vater (Franziskus) selbst, der mit den übrigen in der obengenannten Hütte wohnte, die nahe am Wege war wo Otto vorbeizog, ging hin, um den Zug anzuschauen, noch ließ er einen Bruder hingehen. Nur einer musste dem Kaiser eindringlichst ankündigen, dass sein Ruhm nur kurze Zeit dauern werde. Der glorreiche Heilige war in sich versunken, wandelte in der Weite seines Herzens und bereitete Gott in sich eine würdige Wohnung. Darum merkte er nicht auf den von außen kommenden Lärm und kein Wort konnte ihn erschüttern oder unterbrechen in der gewaltigen Aufgabe, die er in Händen hatte.
Von den Benediktinern bekam Franziskus 1211 die kleine Kirche
Santa Maria degli Angeli unterhalb von Assisi
geschenkt; Franziskus nannte sie Portiuncula
, kleines Fleckchen
, und baute daneben zunächst bescheidene
Hütten für die wachsende Zahl seiner Gefährten, woraus später ein Haus und das Stammkloster der
Franziskaner wurde. Noch im selben Jahr eröffnete er das erste weitere Kloster,
die Einsiedelei Le Celle bei Cortona. 1212
nahm Franziskus Klara von Assisi, eine junge Nonne adliger Abstammung,
in seine Gemeinschaft auf. Durch ihre Bekehrung wurde die Schwesterngemeinschaft der
Klarissinen gegründet, der spätere Zweite Orden
der Franziskaner.
Die Überlieferung berichtet eine für Franziskus typische Geschichte: Ein reißender Wolf versetzte die Umgebung der Stadt
Gubbio in Angst und Schrecken. Franziskus wollte
ihm entgegentreten; aber die Bürger warnten ihn: Hüte dich, Bruder Franz! Geh nicht vors Stadttor! Der Wolf hat schon
viele gefressen, er wird auch dich jämmerlich töten!
Franziskus ging dennoch ohne jeden Schutz zum Wolf in den Wald,
nannte ihn seinen Bruder und versprach ihm, für die tägliche Nahrung zu sorgen. So zähmte er ihn; der Wolf lebte noch zwei
Jahre. Von Tür zu Tür ließ er sich in Gubbio versorgen, ohne jemandem Leid anzutun. Nie bellte ein Hund gegen ihn, die
Leute fütterten ihn freundlich, bis er schließlich an Altersschwäche starb. Für Franziskus ist die ganze Schöpfung Gottes
gute Gabe, das unterscheidet Franziskus vom dualistischen Weltbild der Katharer.
Orginalbrief von Franziskus an seinen ständigen Gefährten Leo, im Dommuseum in
Spoleto:
Bruder Leo, dein Bruder Franziskus mit (dem Wunsch nach) Gesundheit und Frieden.
Und wie ich dir versprochen habe, mein Sohn, als eine Mutter, will ich alle
Worte, die wir neulich gesprochen habe, hier kurz wiederholen und dich wie folgt
beraten: dass durch alle Mittel, die du verwendest, um dich für unseren Herren Gott
bereit zu machen und seinem Bespiel und seiner Armut zu folgen, du unter unseres
Herren Gott Segen und mit meiner Erlaubnis handelst. Aber wenn du wollen solltest
für das Heil deiner Seele oder für anderen Trost und wünscht, zu mir zu kommen,
Bruder Leo: komme, wenn du willst.

Gegen Ende des Jahres 1212 machte sich Franziskus auf den Weg ins Heilige Land, erlitt jedoch Schiffbruch und sah sich
zur Rückreise gezwungen Eine Begegnung mit Dominikus und ein Traum, der beide
bestätigt, wird von Dominikus erzählt. Als Wanderprediger kam Franz 1212 nach
Dalmatien, 1213 - 1215 bis nach
Südfrankreich und Spanien und kam als Wallfahrer auch nach
Santiago de Compostela. Er wurde als
poverello
weithin bekannt und innig verehrt; durch seine süße Rede
beeindruckte er die Menschen und wurde
Troubadour Gottes
genannt.
Durch Franziskus' Predigt und seinen vorbildlichen Wandel entstanden schon zu seinen Lebzeiten zahlreiche Klöster auch
jenseits der Alpen; sie erlangten in den wachsenden Städten neben denen der Dominikaner
entscheidende Bedeutung für Armenpflege, Seelsorge und Predigt. Immer wieder betonen die Zeugnisse Franziskus' sanftmütige
Demut allen Menschen und auch der armen Kreatur gegenüber - alle waren ihm Schwester und Bruder, auch Sonne, Mond und Tod,
wie es sein Sonnengesang
ausdrückt und wie es die verschiedenen Legenden von der Vogelpredigt
zeigen. 1217
wurden die ersten Ordensprovinzen gebildet, 1220 die Einrichtung des Noviziats geschaffen; 1221 sind Ordensleute in ganz
Europa, in Nordafrika un im Heiligen Land aktiv.
Als Franziskus lebte, war die Gesellschaft im Umbruch von einer rein bäuerlich strukturierten Gesellschaft zu einer, in der es erste Städte und Anfänge einer echten Geldwirtschaft gab. Das geregelte Leben der Benediktiner fand auf diese Umbrüche zunächst keine Antwort; Franziskus wollte nun keinen neuen Orden gründen und kein Regelwerk vorgeben, sondern in der Zeit der Umbrüche einfach eine Gemeinschaft bilden, die nach dem Vorbild Jesu lebt. Gegen die Gewalt von Machthabern stellte er Jesu Gewaltverzicht, gegen die Geldwirtschaft das Prinzip der Armut; das Heil des Menschen war ihm wichtiger als das Vermögen. Franziskanischer Geist ist der Protest und ein Modell gegen die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft. Franziskus lebte im Horizont des ewigen Heils, die vorläufige Pilgerschaft in der Welt wird geprägt von den Notwendigkeiten der Gegenwart.
Fresko: Franziskus' und seiner Brüder Abreise ins Heilige Land, im
Santuario Joseph von Copertino in Osimo 
Bei weiteren Reisen im Rahmen des 5. Kreuzzuges gelang es Franziskus zwar 1219, in Ägypten zu predigen, jedoch nicht, den Sultan el Malik el Kamil bei einer Begegnung im September in Damiette - dem heutigen Dumyat - in Ägypten zu bekehren. Franziskus bot den muslimischen Priestern die Feuerprobe an: er sei bereit, durch ein Feuer zu schreiten um zu beweisen, welcher Glaube der richtige sei. Der Sultan jedoch wagte diese Entscheidung nicht. Von dort aus zog Franziskus weiter ins Heilige Land, wo er bis 1220 blieb. Er erkrankte an Malaria und einer Augenkranheit, kehrte in die Heimat zurück, fand er die Ordensbrüder in Uneinigkeit vor und trat 1221 von der Leitung des Ordens zurück.
Die nächsten Jahre verbrachte er mit der Planung eines neuen Ordens - des späteren
Dritten Ordens
, der Tertiare
der Franziskaner: ein Orden
für Menschen, die in der Welt nach Ordensregeln leben wollen. Eigentlich wollte Franziskus für sich und seine Brüder keine
Ordensregeln, ihm genügte die Botschaft Jesu: Willst Du vollkommen sein,
so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib es Armen
(Matthäusevangelium 19, 21), aber das Leben in der Gemeinschaft
brauchte doch eine Ordnung. 1221 entstand auf Drängen des Papstes die Regula non bullata
, die nicht bestätigte
Regel
, 1223 die von Papst Honorius III. bestätigte endgültige Regel, die Regula bullata
des Franziskanerordens.
Zwar sah Franziskus die Gefahr von Institutionaliserung und KlerikalisierungEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat.
Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien.,
aber er wollte dennoch den Füßen der römischen
Kirche unterworfen sein
, um Häresie und Vagantentum zu vermeiden; dies unterschied seine Bewegung von der der
Waldenser.
Caravaggio: Franziskus in Ekstase, um 1595, Wadsworth Atheneum in
Hartford in Connecticut / USA 
1222 zog Franziskus sich zurück in die Einsamkeit von La Verna, einem kleinen Kloster. 1223 feierte er im Wald nahe Greccio in einem echten Stall in einer Felsgrotte mit Ochs und Esel und einer strohgefüllten Krippe die Geburt Christi, um so der Bevölkerung die Geburtsgeschichte Jesu näher zu bringen. Dabei fehlten allerdings Darsteller von Maria, Joseph und dem Jesuskind; deshalb kann er nicht wirklich als der Urheber der Weihnachtskrippen von heute gelten.
Kloster auf dem Felsen La Verna, wo Franziskus stigmatisiert wurde
Auf seine Bitte, am Leiden Jesu Anteil haben zu dürfen, wurde er am Michaelistag - nach anderer Überlieferung am Tag der Kreuzfindung - des Jahres 1224 nach 40 Tage langem Fasten auf dem Berg La Verna stigmatisiert: der Gekreuzigte in Gestalt eines Seraphs, von sechs Seraphenflügeln überhöht und bedeckt, oder von einem solchen getragen, neigte sich ihm; seitdem trug Franziskus, vom Leidenserlebnis Christi durchdrungen, die Wundmale an Händen, Füßen und an der Seite, aber er verheimlichte sie, so dass sie erst bei seinem Tod erkannt wurden; dies war die erste bezeugte Stigmatisierung der Kirchengeschichte. Nun lebte er in der von ihm als erste Niederlassung außerhalb von Assisi gegründeten Einsiedelei Le Celle bei Cortona.
Der stigmatisierte Franziskus, Fresko in Franziskus' Zelle in der Einsiedelei
Le Celle bei Cortona 
Die Entbehrungen und die Erschöpfung beeinträchtigten zunehmend seine Gesundheit, schließlich drohte Franziskus auch zu
erblinden. Zur Behandlung kam er nach Siena,
doch er lehnte weitere medizinische Hilfe ab, diktierte sein Testament und ließ sich unter großem Geleit in sein
Ursprungskloster Portiuncula unterhalb von
Assisi zurücktragen. Dort starb er auf bloßem Boden liegend, nackt, um auch im Sterben
Jesus ähnlich zu sein, laut singend, umgeben von seinen Ordensgenossen,
mit denen er gemeinsam und in froher Erwartung von Bruder Tod
das Abendmahl gefeiert hatte. Als sein Gesang
verstummte, zwitscherten die Lerchen, heftig und plötzlich in die folgende Stille hinein.
El Greco: Die Stigmatisierung des Franziskus, 1577 - 1579, im Prado in
Madrid 
Seine Brüder bestatten Franziskus auf seinen Wunsch hin vor der Stadt Assisi an der Stelle, die damals Höllenhügel
genannt wurde, weil dort die Verbrecher, Prostituierten und Diebe in einem Massengrab verscharrt wurden. Mit ihnen, den
Allerletzten, wollte er begraben sein. Über seinem Grab wurde unmittelbar vor der Heiligsprechung von Franziskus mit der
Grundsteinlegung durch den Papst 1228 mit dem Bau der
Doppelkirche San Francesco begonnen - sie
besteht aus zwei übereinander gebauten Kirchen; 1253 wurde der Bau fertig gestellt; heute heißt der Hügel Colle del
Paradiso
, Paradieshügel. Aus Angst vor Reliquienräubern blieb die genaue Lage
der Grabstätte zunächst unbekannt, sie wurde erst 1818 wieder gefunden; nun wurde das Grabmal geschaffen.
Zahlreiche Heilungen und Wunder folgten dem Pater seraphicus
auch nach seinem Tod. Franziskus' Verehrung
breitete sich durch die Fülle und Innigkeit der unmittelbar nach seinem Tod aufgezeichneten Legenden rasch aus. Sie sind
erhalten in seinem Testament
und in den 1228 verfassten Legenden der drei Gefährten
, die 1318 mit den
Tagebuchnotizen des Bruders Leo, des ständigen Begleiters von Franziskus, als Speculum perfectionis
zusammengefasst
wurden. Der Vita
des Franziskanerbruders Thomas von Celano
folgte die des späteren Ordensgenerals Johannes Bonaventura, als
Legenda maior
1260 verfasst. Auf diesen Grundlagen beruhen die 60 Taten und Wundererzählungen in der
Legenda Aurea. Bis heute wallfahren hunderttausende Menschen nach
Assisi.
Reliquien werden auch in
Rom,
Arezzo,
Florenz,
Cortona und
Kriens in der Schweiz verehrt.
Giotto di Bondone: Franziskus' Ordensregeln werden vom Papst bestätigt. Fresko in der Oberen
Basilika in Assisi, 1297 - 1299.
Alle Giotto-Bilder über Franziskus' Leben sehen Sie hier: 28
Szenen aus dem Leben von Franziskus 
Franziskus verhinderte mit seinem Wirken die Entfremdung der Armusbewegung seiner Zeit von der Kirche und erschloss
der Kirche neue Formen des Glaubenslebens mit hohem Erlebniswert, großer Herzlichkeit und persönlicher Verbindlichkeit.
So wurde er im Unterschied zur erstarrten Kirche zum glaubwürdigen Zeugen der Nachfolge
Christi. Viele Bereiche des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens
empfingen und empfangen bis heute wichtige Anregungen von dem Dichter, Friedensstifter, Ökologen und Urbild eines
neuen Menschen
.
Neben den ersten Hütten und der ersten Gebetsstätte, wo Franziskus mit seine ersten Brüdern lebte, im heutigen Rivotorto, wurde 1455 eine Kapelle, dann über den Hütten in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts eine große Kirche erbaut.
Kirchlein Portiuncula, heute in der großen Kirche Santa Maria degli Angeli unterhalb von Assisi
Auch unter den Hindus ist Franziskus der bekannteste christliche Heilige. Einige elementare Lebensinformationen genügen, um Franziskus besonders zu schätzen und ihn in die spirituellen Vorstellungen der hinduistischen, buddhistischen und jainistischen Wandermönche zu integrieren, da zahlreiche Übereinstimmungen und Berührungspunkte zu den Lebensgeschichten indischer Heiliger bestehen.
Kanonisation:
Die Heiligsprechung erfolgte schon im Jahr 1228 durch Papst Gregor IX. 1916 wurde Franziskus zum Patron der
Katholischen Aktion
ernannt, 1939 zum Patron Italiens, 1980 erklärte ihn Papst
Johannes Paul II. zum Schutzpatron der Ökologen.
Attribute:
mit den Wundmalen Jesu, Kruzifix, Weltkugel, Totenkopf, mit Tieren wie
Wolf, Lamm, Fischen und v. a. Vögeln
Patron
von Italien und Assisi; der Armen, Lahmen,
Blinden, Strafgefangenen, Schiffbrüchigen und Umweltschützer; der Weber, Tuchhändler, Schneider, Kaufleute, Flachshändler,
Tapetenhändler, Sozialarbeiter; der Katholischen Aktion
, der Sozialarbeit und des Umweltschutzes; gegen Kopfweh
und Pest
Der Sonnengesang - Text des berühmten Hymnus
Geschichten von Franziskus, erzählt von Fulbert Steffensky
Die erste Unterkunft von Franziskus und seinen Brüdern, heute das Santuario Rivotorto
Basilika Santa Maria degli Angeli - „Portiuncula”
Die Einsiedelei „delle Carceri” bei Assisi
Die Basilika di San Francesco in Assisi
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Literatur zu Franziskus und Assisi
Der
Franziskaner Thomas von Celano
verfasste im Auftrag von Papst Gregor IX. 1228/29 die erste Lebensbeschreibung von Franziskus. Diese
Vita prima S. Francisci und die 1246 / 47
ebenfalls von ihm, diesmal im Auftrag des Ordens geschriebene
Vita secunda S. Francisci sowie sein
1250 bis 1252 niedergeschriebener Bericht über die von Franziskus bewirkten Wunder, den
Tractatus de miraculis S. Francisci, gibt es
online in deutscher Übersetzung.
Die andere, jahrhundertelang
offizielle Biographie verfasste (Johannes) Bonaventura, auch sie
ist online zu lesen. Sie verwendete
Thomas von Celanos Werke, glättete aber vieles auf die von Bonaventura
vertretene offizielle Lehre des Ordens und der katholischen Kirche hin ist deshalb historisch recht wertlos.
Über die Höhle
La Verna und die Stigmatisierung von Franziskus
dort informiert die Website La Verna - eine
Schicksalshöhle des heiligen Franziskus von Franz Lindenmayr.
Eine schöne und informative
Webseite über Franziskus mit
ausführlichen Informationen über sein Leben und Wirken und den Ort Assisi heute hat Matthias Werdelmann.
Olivier Messiaen komponierte und
textete eine 1983 uraufgeführte Oper über Franziskus unter dem Titel
Saint François d'Assise
.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
Oft wird Franziskus' Name falsch geschrieben: Franziskus von Assissi - Assisi hat aber hinten nur ein S!
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Le Celle: Programma 2011 - 2012