Gedenktag katholisch: 17. Juni |
Name bedeutet: der Falke (althochdt.) |
Erzbischof von Reims, Märtyrer
† 17. Juni 900 |
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Fulko war Stiftsherr in St-Omer, lebte zeitweise am Hof von Karl dem Kahlen,
den er 875 nach Italien begleitete, und wurde 877 Abt in St-Omer
bei Thérouanne, obwohl er kein Mönch war. 883 wurde er zum Erzbischof von Reims
ernannt. Er sollte 892 im Auftrag von Papst Stephan V. den Vorsitz auf einer
SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten.
In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet.
in Worms
innehaben, die über den Herrschaftsanspruch von Köln
über das Bistum Bremen
entscheiden sollte; aufgrund des raschen Todes des Papstes wurde die Synode
abgesagt. Fulko, der, obwohl auf Ausgleich bedacht, doch immer die Karolinger
unterstützte, wurde 898 zum Erzkanzler bei König Karl III. erhoben. In Reims
schuf er die Grundlagen der späteren bischöflichen Stadtherrschaft, indem er zum
Schutz vor den Normannen die Stadtmauern wiederherstellen und die beiden ersten
bischöflichen Burgen in Omont und Épernay erbauen ließ.
Fulko verteidigte die Rechte der Kirche gegen weltliche Ansprüche setzte sich
für den Priester-Zölibat ein. Als Reaktion
auf die Versuche des Grafen Balduin II. von Flandern,
seine Herrschaft nach Süden auszudehnen, entriss Karl III. ihm die Abtei
St-Vaast
in Arras
und übertrug sie Fulko. Der widersetzte sich allen Forderungen nach einer
Rückgabe, daraufhin ließ Balduin II. ihn ermorden.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Quellen:
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des
Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000