Ökumenisches Heiligenlexikon

Galla von Rom

Gedenktag katholisch: 6. April
vor der Kalenderreform      Nach Abschluss und im Auftrag des => 2. Vatikanischen Konzils wurde im Jahr 1969 eine Liturgiereform in der römisch-katholischen Kirche durchgeführt; in diesem Rahmen wurden auch Änderungen im Römischen Generalkalender vorgenommen; der erneuerte wurde mit dem 1. Januar 1970 in Kraft gesetzt.: 5. Oktober

Name bedeutet: die Gallierin (latein.)

Witwe
* um 500 in Rom
† um 560 (?) daselbst

Galla, der Überlieferung nach Tochter des berühmten Senators und Patriziers, Philosophen und Geschichtsschreibers Quintus Aurelius Symmachus, wurde schon in jungen Jahren Witwe. Sie lebte dann in einer Zelle nahe der Peterskirche - wohl zum Kloster S. Stefano gehörig - und genoss hohe Verehrung ob ihrer außergewöhnlichen Nächstenliebe. Als Mann verkleidet und mit einem Bart habe sich die schöne junge Frau vor Nachstellungen der Männer geschützt. Ein Engel habe ihr 524 ein wunderkräftiges Bild der Maria in ihre Zelle gebracht; kurz vor ihrem Tod sei ihr eine Vision des Petrus zuteil geworden.

Die Nachrichten von Galla stammen aus den Dialogen von Papst Gregor „dem Großen” und von Fulgentius von Ruspe. Aber erst sehr viel später wurde sie ins Martyrologium Romanum aufgenommen. Dem Marienbild aus ihrer Zelle wurden später Kräfte zur Abwehr der Pest zugeschrieben.

Attribut: Bart
Patronin der Witwen

Catholic Encyclopedia


Quellen:

• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. XVII, Herzberg 2000
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