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Glasmalerei eines unbekannten Künstlers: Gebhard (rechts) und Papst Gregor
I., geschaffen für das Kloster Petershausen in Konstanz,
1540, Musée du Louvre in Paris
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Gebhard, Sohn des Grafen Ulrich VI. von Bregenz, wurde in der Domschule von Konstanz erzogen, von seinem Onkel Konrad zum Priester geweiht und 979 von Kaiser Otto II. zum Bischof von Konstanz, der damals größten deutschen Diözese, ernannt. Als zweiter Nachfolger von Konrad setzte er dessen Reformarbeit fort, die Mönche mussten ein strengeres Leben führen. Gebhard reiste unermüdlich, besuchte Klöster und weihte Kirchen. Er brachte eine Kopf-Reliquie von Gregor dem Großen nach Konstanz und gründete 983 das Benediktinerkloster Petershausen. Er soll einen auf allen Vieren kriechenden Lahmen geheilt haben, indem er ihn an seinem Stab aufrichtete.
Im Kloster Petershausen wurde Gebhard beigesetzt. 1530 warfen Bilderstürmer seine Reliquien in den Rhein. Er wurde schon unmittelbar nach seinem Tod als Heiliger verehrt. Auf dem Berg bei Bregenz, wo einst seine Geburtstätte stand, wurde 1723 eine Kapelle errichtet, 1821 mit einem Altarbild und 1895/1896 mit Deckenfresken von Gebhard Fugel ausgeschmückt. Patron für leichte Entbindung ist er, weil er durch einen Kaiserschnitt zur Welt kam - seine Mutter starb unmittelbar vor seiner Geburt.
Altarbild in der Gebhard geweihten Kirche in Maierhöfen
im Allgäu ![]()
Kanonisation:
Papst Callistus II. sprach Gebhard 1124 heilig.
Attribute:
Tiara, Totenkopf
Patron
der Diözese Feldkirch *; gegen Halsleiden; für eine glückliche und leichte Entbindung
Bauernregel:
Wie's Sankt Gebhard hält, / ist der ganze Herbst bestellt.
* Franz Elsensohn aus Götzis in Vorarlberg merkt
zurecht an, dass Gebhard - entgegen einer verbreiteten Auffassung - nicht
Landespatron von Vorarlberg
ist - das ist Joseph,
Gebhard ist Diözesanpatron. Die Sache ist allerdings derart verworren und schon
so oft falsch wiedergegeben worden, dass ich Sie auf eine genaue Darstellung auf
der Internetseite
http://www.vorarlberg.at/pdf/vlandespatron.pdf
verweisen möchte, wo dieses Thema von Dr. Ulrich Nachbaur vom Vorarlberger
Landesarchiv genauestens dargestellt wird.
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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