Ökumenisches Heiligenlexikon

Georg der Große
georgischer Beiname: Didi
auch: der Erbauer, georgisch: Maschenebeli

Gedenktag orthodox: 28. Juli

Name bedeutet: der Landmann (griech.)

Hegumenos auf dem Athos
† 1030

Kartenskizze Kartenskizze

Georg wurde 1019 dritter Hegumenos des georgischen Klosters von Iviron auf dem Berg Athos, zu einer Zeit, als Euthymius Maschenebeli (der Erleuchter), sein Verwandter, noch lebte. Als dieser beschlossen hatte, als Hegumenos zurückzutreten, um sich ganz seiner schriftstellerischen Tätigkeit zu widmen, ging die Leitung des Klosters - in Übereinstimmung mit dem Testament von Johannes Waraswatsche in Georgs Verantwortung.

Es bestehen einige Unsicherheiten der Identifizierung der Person von Georg: Die Schrift Leben und Werke unserer heiligen und seligen Väter Johannes [Waraswatsche] und Euthymius [Hagiorites] überliefert Beschuldigungen gegen einen gewissen Hegumenos Johannes, er bevorzuge die Mönche griechischer Nationalität und erhöhe ihre Zahl im Inneren der Gemeinschaft. Diese Situation wurde wohl der Grund für einen langen Kampf zwischen griechischen und georgischen Mönchen um die Vorherrschaft im Inneren des Klosters. Die Byzantiner beschuldigten Hegumenos Georg, den Anwärter auf den Kaiserthron, Diogenes, in seiner Gegnerschaft zum römischen Kaiser zu unterstützen. Georg wurde deshalb verbannt und starb.

Das Werk Leben von Georg Mtazmindeli erzählt von einem Hegumenos Georg den Erbauer, der die Arbeiten bei der Errichtung der der Entschlafung der Gottesmutter geweihten Kirche leitete. Eine Inschrift auf der Mauer der Kirche bezeugt: Ich habe die Pfeiler befestigt, damit sie in Ewigkeit nicht wanken. Georg der Mönch, georgischer Erbauer. Nach der oben genannten Schrift Leben ... ist der Erbauer dieser Kirche wohl in seiner Kirche der Entschlafung begraben.

Wenn die beiden Hegumenoi mit einer einzigen Person zu identifizieren sind, dann kann man unterstellen, dass der Leichnam des verbannten Hegumenos in die von ihm erbaute Kirche übertragen wurde.


Quellen:
• Bibliotheca sanctorum orientalium, 1. Bd., Roma: Città Nuova, 1998, Dank an C. S., Brief vom 23. August 2009
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