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Georg Israel war Schmied und Prediger der böhmischen Brüderkirche. Nach dem Ende des Schmalkaldischen Krieges wurde seine Gemeinde zerschlagen, die Gemeindeglieder wanderten nach Preußen aus, er selbst war mehrere Wochen in Prag eingekerkert, bis er fliehen konnte. Er versuchte, zu seiner Gemeinde nach Leipnik in Mähren - dem heutigen Lipník nad Bečvou - zu kommen, blieb aber in Polen und wirkte hier als Reiseprediger für die zerstreuten Brüdergemeinden.
1555 gewährte der polnische Reichstag dank seines Einsatzes den Evangelischen die ungehinderte Predigt. Georg Israel setzte sich dann - wie Johann Laski - für eine Einigung der evangelischen Christen in Polen ein und erreichte 1570 die Gründung eines evangelischen Kirchenbundes.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon