Gedenktag katholisch: 13. Oktober |
Name bedeutet: mit dem Speer waltend (althochdt.) |
Graf, Klostergründer
* um 850 in Aurillac
in der Auvergne in Frankreich
† 13. Oktober 909 in Pousthomy
im heutigen Département Aveyron in Frankreich |
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Géraud entstammte einer adligen Familie und wurde im Ideal des Rittertums
erzogen. Er lernte die schönen Künste, das Jagen und Bogenschießen, bis eine
schwere Krankheit seinem Leben eine andere Richtung gab. Eine beabsichtige
Heirat zerschlug sich an einer beginnenden Erblindung, seine Eltern ließen ihn
nun für den geistlichen Stand ausbilden; aus ihm wurde so einer der wenigen
gebildeten Laien des Mittelalters.
Géraud gründete 899 auf seinem Gut in Aurillac
ein Benediktinerkloster; Abt Odilo
von Cluny war später der Abt dieses Klosters, ihm vor allem verdanken wir
Informationen über Géraud. Drei Jahre später wurde er vollkommen blind. Géraud
versuchte nach dem Geist der Bergpredigt zu leben. In Streitigkeiten mit seinen
Nachbarn verzichtete er auf Kampf und Krieg und vertraute auf das Recht und die
Kraft seiner ehrlichen Argumente. Zahlreiche caritative Einrichtungen verdankten
sich seiner Stiftung. Das Kloster wurde zum Kern der späteren Stadt, die
vorbildliche Klosterschule errang hohen Ruf, der spätere Papst Silvester II. war
dort Schüler.
Géraud ist einer der ganz wenigen Heiligen des Mittelalters, der nicht Mönch
und KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat.
Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien.
war, sondern Laie.
Quellen:
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