Ökumenisches Heiligenlexikon

Gereon von Köln

Gedenktag katholisch: 10. Oktober
gebotener Gedenktag im Bistum Köln

Name bedeutet: der Alte (griech. - latein.)

Märtyrer
† um 304 (?) in Mechtern im heutigen Bonn in Nordrhein-Westfalen

Kartenskizze

Stefan Lochner: Gereon und Gefährten, rechter Flügel eines Altars mit den Schutzpatronen von Köln, in den 1440-er Jahren für die Kapelle des Kölner Stadtrates gefertigt, heute im Dom in Köln

Stefan Lochner: Gereon und Gefährten, rechter Flügel eines Altars mit den Schutzpatronen von Köln, in den 1440-er Jahren für die Kapelle des Kölner Stadtrates gefertigt, heute im Dom in Köln

Gereon war der Legende nach der Anführer einer Abteilung von 318 Soldaten der Thebäischen Legion, die in der Thebais in Ägypten ausgehoben worden war, nur aus Christen bestand und im Auftrag von Kaiser Diokletian Christen bekämpfen sollte. Gereon ließ sich von Papst Marcellus bestärken, alle seine Soldaten legten vor Kaiser Maximian in Köln die Waffen nieder und boten sich mit entblößtem Nacken dar. Zweimal wurde jeweils jeder Zehnte enthauptet, aber von Gereon ermutigt leisteten alle dennoch weiterhin Widerstand, deshalb wurden sie erschlagen und in einen Brunnen geworfen. Mit Gereon gemartert wurden seine Gefährten Cassius und Gregorius Maurus; verschiedentlich werden auch Florentius, Mallusius, Innocentius und Constantinus zu diesen Märtyrern gezählt.

An der Stelle, wo der Brunnen gewesen sei, auf dem christlichen Römerfriedhof vor den Toren von Köln, ließ der Legende nach Kaiserin Helena die Kirche St. Gereon errichten. Gregor von Tours berichtete von dieser Kirche als Grabstätte für 50 Märtyrer der Thebäischen Legion. Im 10. Jahrhundert wurde die alte Kirche durch das mächtige heutige Gebäude ersetzt. 1121 wurde ein Leichnam gefunden, der als der des Gereon gilt.

Attribute: Soldat, Kreuzfahne
Patron Patron von Köln; der Soldaten; gegen Kopfschmerzen

Wanmalerei: Kreuzigung Christi mit Gereon (links) und Helena (rechts) in der Krypta der Basilika St. Gereon in Köln

Wandmalerei: Kreuzigung Christi mit Gereon (links) und Helena (rechts) in der Krypta der Basilika St. Gereon in Köln


Quellen:
• Erhard Gorys: Lexikon der Heiligen. dtv, München 1997
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
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