Ökumenisches Heiligenlexikon

Gerhard Sagredo (von Csanád)

Gedenktag katholisch: 24. September
     Übertragung der Gebeine: 24. Februar
Name bedeutet: der Speerstarke (althochdt.)
erster Bischof von Csanád, Märtyrer
* 23. April um 980 in Venedig
† 24. September 1046 in Ofen, dem Stadtteil Buda von Budapest in Ungarn
Kartenskizze
Kartenskizze

Kartenskizze

Gerhard (italienisch: Gerardo, ungarisch: Gellért), Sohn einer wohlhabenden Familie, wurde Mönch und Abt im Benediktinerkloster San Giorgio seiner Heimatstadt. Auf einer Israelreise kam er nach Ungarn, wurde Erzieher des Sohnes von König Stephan I., dann vom König beauftragt, als Missionar zu wirken. Zusammen mit einem Gefährten gründete er erst eine Einsiedelei, wurde dann 1030 zum Bischof mit Sitz in Csanád - dem heutigen Szerb Csanád östlich von Szeged

Stephans Nachfolger, König Andreas, verbot das Christentum in seinem Reich wieder. Gerhard wurde deshalb am später nach ihm benannten Gerhardsberg (Gellertberg) bei Budapest durch Steinwürfe und mit Lanzen ermordet, nach anderer Überlieferung in einem Fass vom Berg in die Donau gestürzt.

Im Jahr 1904 erbauten die Budapester dem Schutzpatron ihrer Stadt ein imposantes Denkmal auf dem Gellertberg, das von jedem Punkt der Stadt zu sehen ist.

Kanonisation: Gerhard wurde schon 1083 heilig gesprochen.
Patron von Budapest; der Erzieher

Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon





Quellen:
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• http://www.budapest-cityguide.de/sehen/sehen04.htm



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