Gedenktag katholisch: 3. Oktober
Name bedeutet: der Speerstarke (althochdt.)
Gerhard stand im Dienst des Grafen Berengar von Namur.
Auf seinem Grundbesitz in Brogne - dem heutigen St-Gérard
erbaute er 914 eine Kirche und ein Kanonikerstift.
Um 918 trat er in die Benediktinerabtei St-Denis
bei Paris ein. Dort lernte er alle Psalmen auswendig, wurde zum Doktor der heiligen
Schrift
ernannt und zum Priester geweiht. 923 kehrte er nach Brogne zurück und wandelte
sen Stift in ein Benediktinerkloster um, dessen erster Abt er wurde. In sein Kloster brachte er
aus St-Denis Reliquien von Eugen
von Toledo mit. Das Kloster wurde Mittelpunkt der Reformen von GorzeDie Reformen von Gorze gingen im 10. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Gorze in Lothringen. Sie standen im Gegensatz zur den Reformen von Cluny; ihr Ziel war ein Mönchtum unter weltlicher Herrschaft, befreit von der Einflussnahme der örtlichen Bischöfe.
Die Reformen von Gorze kamen v.a. in Lothringen zum Tragen; entsprechende Reformen in Deutschland gingen aus vom reformierten Kloster St. Maximin in Trier.;
Gerhard reformierte insgesamt 18 Klöster in Lothringen
und Flandern.
Die Heiligsprechung von Gerhard erfolgte 1131.