Ökumenisches Heiligenlexikon

Gertrud von Hackeborn

Gedenktag katholisch: 15. November

Name bedeutet: die Speerstarke (althochdt.)

Äbtissin in Rodersdorf und Helfta, Klostergründerin
* 1232 bei Halberstadt in Sachsen-Anhalt
† Ende des Jahres 1292

Kartenskizze

Wappen des Zisterzienserinnenklosters Helpede / Helfta aus dem 13. Jahrhundert

Wappen des Zisterzienserinnenklosters Helpede / Helfta aus dem 13. Jahrhundert

Gertrud wurde 1251 Äbtissin des Zisterzienserinnenklosters Rodersdorf. Von dort aus gründete sie 1253 mit Hilfe ihrer Brüder Albert und Ludwig das Tochterkloster Hedersleben bei Quedlinburg. Ihr Kloster verlegte sie 1258 wegen Wassermangels von Rodersdorf nach Helpede - dem heutigen Helfta bei Eisleben. Es wurde das Zentrum der Frauenmystik im Deutschen Reich mit bedeutenden Frauen wie Mechthild von Magdeburg, Gertrud von Helfta und ihrer Schwester Mechthild von Hackeborn. Im 14. Jahrhundert lebten in Helfta rund 200 Nonnen.

In Folge eines Fürstenstreits wurde das Kloster Helfta 1342 erstmals zerstört und ging schließlich 1525 in den Wirren der Bauerkriege unter. Später war die Anlage preußische Staatsdomäne, dann DDR-Volksgut. Nach dem Untergang der DDR kam die Anlage wieder in Kirchenbesitz und entstand neu als Zisterzienserinnenkloster.

Catholic Encyclopedia


Quellen:
• Evang. Gemeindeblatt für Württemberg 14/1999
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. II, Hamm 1990
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